Brütten

Feier für «Tschüge» kostete über 220 000 Franken

Der Empfang des höchsten Schweizers hat die Heimatgemeinde nur 13 000 Franken gekostet. Der Kanton gab hingegen fast 200 000 Franken aus.

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13 075 Franken und 95 Rappen. So viel hat die Gemeinde Brütten für die Wahlfeier zu Ehren des Nationalratspräsidenten Jürg Stahl am 30. November bezahlt. Das ist deutlich weniger als budgetiert: Im Sommer 2016 hatte der Gemeinderat eine Defizitgrantie von 40 000 Franken für das grosse Fest gesprochen. Gebraucht wurde davon nun weniger als ein Drittel.

Der grösste Teil des Geldes, nämlich gut 7000 Franken geht gemäss Verhandlungsbericht der Gemeinde an die örtlichen Vereine. «Diese erhielten für ihre Mithilfe 7 Franken pro geleisteter Helferstunde», erklärt Gemeindepräsident Rudolf Bosshard. Hauptgründe für die günstige Bilanz seien einige namhafte Sponsoringbeiträge und unerwartet tiefe Rechnungen von Lieferanten, sagt Bosshard. «Viele haben die Beträge deutlich abgerundet.» Er lobt auch das OK rund um Daniel Wiesmann vom Turnverein, das die Kosten jederzeit im Griff gehabt habe.

Winterthur gab für den Empfang 8600 Franken aus

8600 Franken und 70 Rappen hat die Stadt Winterthur für den Empfang des höchsten Schweizers ausgegeben, wie der Festorganisator, Stadtamman Roland Isler, erklärt. Budgetiert hatte man ursprünglich 10 000 Franken. Auch Isler sagt: «Viele Lieferanten waren sehr grosszügig.» Zudem haben einige Sponsoren das Fest offiziell unterstützt. Isler betont die positiven Effekte einer solchen Feier: «Das war beste Werbung für Winterthur in der ganzen Schweiz.»

Nicht weniger als 199 977 Franken und 95 Rappen hat der Kanton als Hauptgastgeber ausgegeben. Auch hier wurde das Budget deutlich unterschritten, wie Regierungssprecher Andreas Melchior sagt. «Für Anlässe dieser Art ist jeweils ein Betrag von 250 000 Franken budgetiert.»

Löwenanteil für das Bankett in Kloten

Gemäss Melchior war der letzte Programmpunkt der Feier der teuerste: Das Abendessen für geladene 400 Gäste in einer Halle des Flughafens Kloten schlägt inklusive Rahmenprogramm mit 136 000 Franken zu Buche. Das macht pro Gast 340 Franken. Der Teil des Festes mit der Reise im Extrazug von Bern nach Winterthur kostete 16 000 Franken. Der drittgrösste Posten im kantonalen Festbudget war der Apéro am Wahltag Stahls in Bern; da wurden 15 000 Franken ausgegeben.

Jürg Stahl sass gestern im Nationalratssaal auf dem «Bock» und leitete die Sitzung und kommentierte nur kurz am Telefon: «Dass die Feiern in Brütten und Winterthur so kostengünstig waren ­– auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Vereinen – freut mich sehr.» Zu den Ausgaben des Kantons wolle er nichts weiter sagen. Zwei Punkte erwähnte er doch noch: Das Budget sei auch da deutlich unterschritten worden. Und: An solchen Anlässen sei es wichtig, dass Heimatkanton und Gemeinden ein gutes Bild abgäben. Das sei mit dem Fest im November vollumfänglich gelungen.

Erstellt: 15.03.2017, 09:28 Uhr

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