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Ex-Spion Skripal offenbar zu Hause vergiftet

Neue Erkenntnisse im Fall des ehemaligen russischen Doppelagenten Sergei Skripal zeigen, dass dieser wohl in seinem Haus in Kontakt mit dem Nervengift gekommen ist.

Der vergiftete ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal durfte nach mehr als zwei Monaten nach der Giftattacke das Salisbury District Hospital verlassen.
Der vergiftete ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal durfte nach mehr als zwei Monaten nach der Giftattacke das Salisbury District Hospital verlassen.
Keystone
Sergei Skripal und seine Tochter Julia wurden am 4. März im südenglischen Salisbury vergiftet. Jetzt sollen britische Experten ein Nervengift-Labor gefunden haben.
Sergei Skripal und seine Tochter Julia wurden am 4. März im südenglischen Salisbury vergiftet. Jetzt sollen britische Experten ein Nervengift-Labor gefunden haben.
Chris J Ratcliffe, AFP
Daneben befindet sich auch die Ruhestätte von Alexander Skripal, dem Sohn des angegriffenen Ex-Spions.
Daneben befindet sich auch die Ruhestätte von Alexander Skripal, dem Sohn des angegriffenen Ex-Spions.
Matt Dunham, Keystone
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Der vergiftete russische Ex-Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter Yulia sind wohl zu Hause in Kontakt mit dem Kampfstoff gekommen. Das teilte die britische Polizei am Mittwochabend mit.

Demnach wurde die höchste Konzentration des Nervengifts an der Tür des Wohnhauses von Sergei Skripal im englischen Salisbury gefunden. Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der Innenstadt von Salisbury entdeckt worden.

Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden. Beide befinden sich seitdem in einem kritischen aber stabilen Zustand.

Informationen aus dem Labor Spiez sollen im unabhängigen Bericht der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) unterdrückt worden sein, sagt Russlands Aussenminister Lawrow.
Informationen aus dem Labor Spiez sollen im unabhängigen Bericht der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) unterdrückt worden sein, sagt Russlands Aussenminister Lawrow.
Alessandro della Valle (Keystone), Keystone
Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat die britischen Untersuchungsergebnisse im Fall Skripal bestätigt.
Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen hat die britischen Untersuchungsergebnisse im Fall Skripal bestätigt.
DANIEL LEAL-OLIVAS, AFP
2006 vor einem russischen Militärgericht: Sergei Skripal bespricht sich mit seiner Anwältin.
2006 vor einem russischen Militärgericht: Sergei Skripal bespricht sich mit seiner Anwältin.
Yury Senatorov, Keystone
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Der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten in Grossbritannien hat eine heftige diplomatische Krise ausgelöst.

Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab. Trotzdem wiesen weltweit inzwischen 26 Staaten russische Diplomaten aus, darunter auch Deutschland, Frankreich und die USA. Die Gesamtzahl der betroffenen Personen liegt bei mehr als 140. Sieben weiteren russische Diplomaten wurden von der Nato vor die Tür gesetzt.

SDA/scl

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