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Nachfolger von Norbert RiedelEU-Diplomat wird deutscher Botschafter in der Schweiz

Michael Flügger war in Brüssel Deutschlands Vertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU. Er kennt die Schweiz von seiner Uno-Karriere und von einem Studium in Genf.

Er ist seit Dienstag neuer deutscher Botschafter in der Schweiz: Michael Flügger.
Er ist seit Dienstag neuer deutscher Botschafter in der Schweiz: Michael Flügger.
Deutsche Botschaft

Michael Flügger wird neuer Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bern. Er hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Dienstag sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Flügger folgt auf Norbert Riedel.

Der neue deutsche Botschafter kommt aus Brüssel nach Bern, wie die Botschaft mitteilte. Flügger war dort während der letzten fünf Jahren Deutschlands Vertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) der EU und Leiter der Politischen Abteilung an der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU.

In der Mitteilung der Botschaft liess sich Flügger mit den Worten zitieren, er freue sich, wieder in die Schweiz zu kommen. Er habe seine diplomatische Karriere bei der Uno in Genf begonnen. Nun sei es ihm ein «Herzensanliegen», an den hervorragenden nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz mitzuwirken.

Neben Stationen in Genf, Sarajewo, London und im Bundeskanzleramt in Berlin war Botschafter Michael Flügger im deutschen Auswärtigen Amt, dem Aussenministerium, Europäischer Korrespondent und Leiter des Referats für die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik der EU.

Im Bundeskanzleramt arbeitete er als stellvertretender Leiter der Abteilung auswärtige Beziehungen, Sicherheitspolitik und globale Fragen. Die Schweiz kennt der neue Botschafter auch von seinem Studium der Rechtswissenschaften in Genf her.

SDA

9 Kommentare
    Heinz Ryffel

    Der Mann weiss, dass er sich nicht mehr mit EU-Politik, sondern mit der Schweiz zu befassen hat. Er wird gespannt auf den Ausgang der Begrenzungsinitiative sein und wissen, dass das (noch lange nicht vereinbarte und abgesegnete) Rahmenabkommen, das u.a. das Luftverkehrs- und Verkehrsabkommen beinhaltet) für Deutschland wichtig ist. Also nicht zum vornherein Brüsseler-Ansichten übernehmen, sondern schauen, wo man sicht treffen könnte.