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Erhöhtes Krebsrisiko im WeinlandMehr Hirntumore bei Kindern – doch Kanton handelt nicht

Eine Studie belegt: Kinder im Weinland erkranken häufiger an Krebs als anderswo. Der Kanton will die Ursache nicht erforschen lassen – andere aber schon.

Blick in die Kindernotfallstation im KSW:  Jedes Jahr erkrankt im Berner Seeland und im Weinland zusammengenommen ein Kind mehr an einem Hirntumor als in der übrigen Schweiz.
Blick in die Kindernotfallstation im KSW: Jedes Jahr erkrankt im Berner Seeland und im Weinland zusammengenommen ein Kind mehr an einem Hirntumor als in der übrigen Schweiz.
Foto: Heinz Diener

Welchen Einfluss hat der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft auf die Gesundheit von Kindern? Dieser Frage will in den kommenden Monaten eine Gruppe von Forschern unter der Leitung des Wissenschaftlers Ben Spycher nachgehen. Als Grundlage dient dem Team vom Berner Institut für Sozial- und Präventivmedizin seine eigene im Mai dieses Jahres publizierte Studie. In dieser kamen sie zum Schluss, dass für ein Kind im Berner Seeland und im Zürcher Weinland ein um etwa 20 Prozent höheres Risiko besteht, «eines Tages an einem Hirntumor zu erkranken». Die Forscher hatten festgestellt, «dass in den letzten 30 Jahren, im Seeland und im Weinland zusammengenommen, jedes Jahr ein Kind mehr an einem Hirntumor erkrankt ist als in der übrigen Schweiz».

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