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14 Beben – bis Stärke 3.1Erdbeben erschüttern Glarner Alpen

Seit Anfang Woche ist im Sernftal westlich von Elm eine Erdbebensequenz aktiv. Das stärkste Beben ereignete sich am Dienstag – es war deutlich spürbar.

Seit Dienstag bebt im Sernftal nahe Elm die Erde. (Archivbild)
Seit Dienstag bebt im Sernftal nahe Elm die Erde. (Archivbild)
KEYSTONE
Das stärkste Beben ereignete sich am Dienstagmorgen mit einer Stärke von 3.1.
Das stärkste Beben ereignete sich am Dienstagmorgen mit einer Stärke von 3.1.
Schweizerischer Erdbebendienst
Bei Erdbeben dieser Stärke seien in der Regel keine Schäden zu erwarten. (Archivbild)
Bei Erdbeben dieser Stärke seien in der Regel keine Schäden zu erwarten. (Archivbild)
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Westlich von Elm in den Glarner Alpen hat in den letzten Tagen die Erde gebebt. Das stärkste Beben ereignete sich am Dienstagfrüh im Sernftal in einer Tiefe von 4 Kilometern. Es war mit einer Magnitude von 3.1 in der Nähe des Epizentrums deutlich spürbar.

Bei Erdbeben dieser Stärke seien in der Regel keine Schäden zu erwarten, teilte der Schweizerische Erdbebendienst am Donnerstag via Twitter mit. Von Dienstag bis Donnerstag ereigneten sich weitere 13 Beben, wobei die beiden stärksten Magnituden von 2.9 und 2.8 hatten.

Bereits am vorletzten Dienstag, 19. Mai, hatte der Schweizerische Erdbebendienst der ETH Zürich im Wallis ein Erdbeben mit einer Magnitude von 2.1 auf der Richterskala registriert. Trotz geringer Magnitude war das Beben von zahlreichen Personen verspürt worden.

In den vergangenen Jahren haben sich in den Glarner Alpen vereinzelt spürbare Beben ereignet. So erschütterte am 6. März 2017 ein Beben der Magnitude 4.6 die ganze Innerschweiz. Das Epizentrum lag damals 15 Kilometer weiter westlich bei Urnerboden.

SDA

4 Kommentare
    Thomas Luchsinger

    Drei Kilometer westlich von Elm, lese ich zum Epizentrum. Das Gebiet zwischen Foopass ins Weisstannental SG und Segnespass nach Flims. Oder das Gebiet der "Glarner Hauptüberschiebung", Weltkulturerbe der Unesco. Tektonikarena Sardona.

    "Elme", wie wir Glarner sagen, ist wie das ganze Glarnerland alleweil eine Reise wert: Bergwanderungen bis zu veritablen Berg- und Klettertouren, die weiteren Pässe wie Panixer ins Vorderrheintal, der "Richetli" nach Linthal im Haupttal, eine nicht ganz einfache Tour über den Hausstock zum Kistenpass mit Abstieg ins Linthal (Lintel) oder ins Vorderrheintal. Oder Biketouren von Schwanden über Sool nach "Elme", zurück auf dem Suworow-Weg, dem malerisch wildromantischem Sernft (Serft oder Särft) entlang bis Schwanden, vielleicht mit einem kurzen Zwischenhalt in der Lochsiite. Ein geologisches Fenster, das ganz wichtig war für die Entdeckung der Glarner Hauptüberschiebung.

    Vor der Rückreise in Elm "Elmer Zitro mit frischem Schwander Pier" nicht vergessen, dazu Alpkäse, Ziger, Alpfleisch.

    An die Adresse der einheimischen Erben: hört auf mit dem "ebige Gjamer", verkauft oder verschenkt halt eure verlotterten Häuser. Wir Erben haben unser Haus - frisch renoviert - in Glarus Süd fast verschenkt. Jetzt wohnt eine Zuzügerfamilie drin, die haben noch weiter ausgebaut und meine alte Heimatgemeinde hat jetzt auch etwas davon. Mehr als von einem kaum genutztem Ferienhaus. Und ich übernachte jetzt im Hotel. In Elme oder anderswo! MfG lu