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Prozess um Mord in KüsnachtEr fühlt sich wie eine Marionette in einem Puppenspiel

Ein 29-Jähriger geriet in den Strudel der Ermittlungen. Sein Problem: Er war in der Tatnacht mit zwei der Beschuldigten feiern und mietete für sie ein Auto.

Am Freitag stand eine Randfigur im Mordprozess vor Gericht. Die Untersuchung hat bei ihr einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Am Freitag stand eine Randfigur im Mordprozess vor Gericht. Die Untersuchung hat bei ihr einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Foto: Manuela Matt

Er ist zwar nur eine Nebenfigur im Küsnachter Mordprozess. Doch der 29-Jährige kann einiges zu den Lebensumständen beitragen, in denen sich die Beschuldigten bewegten. (So war der erste Tag) Der 37-Jährige, den die Staatsanwaltschaft als Haupttäter sieht, sei damals ein guter Freund gewesen. Er habe ihn aus der Partyszene gekannt, sei öfters mit ihm unterwegs gewesen. Doch jetzt müsse er sagen, er fühle sich als «Marionette in einem Puppenspiel». Denn er wurde durch den vermeintlichen Freund in die Vorgänge verwickelt und galt selber als tatverdächtig. Das hat Spuren hinterlassen. «Ich bin sicher zehn Jahre gealtert, die schlaflosen Nächte kann ich gar nicht aufzählen», sagt er am Freitag vor Gericht. Der Vorwurf habe ihn stark belastet. «Es ging ja nicht um geklaute Kaugummis, sondern um Mord.»

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