Reformierte Kirche

Entscheid zum Finanzausgleich vertagt

Die Kirchensynode wird nicht wie geplant am Dienstagabend über den neuen Finanzausgleich entscheiden. Es seien noch zu viele Fragen offen, heisst es.

Die Kirchensynode verschiebt den Entscheid über den neuen Finanzausgleich, auch weil der Finanzvorsteher der Kirchenpflege Kyburg Kritik übte.

Die Kirchensynode verschiebt den Entscheid über den neuen Finanzausgleich, auch weil der Finanzvorsteher der Kirchenpflege Kyburg Kritik übte. Bild: mad

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ruedi Morf, Finanzvorsteher der reformierten Kirchenpflege Kyburg, ist nicht nur zufrieden, sondern überrascht und glücklich, wie er auf Anfrage sagt. Heute Dienstagabend hätten die Mitglieder der Synode über den neuen Finanzausgleich der Zürcher Landeskirche entscheiden sollen. Das Geschäft ist nun aber von der Traktandenliste verschwunden. Das Büro der Synode hat es in Absprache mit dem Kirchenrat zurückgezogen und auf eine spätere Sitzung vertagt.

Als Grund gibt Simone Schädler, Präsidentin der Kirchensynode, in einer internen Mitteilung bekannt: «Aus Sicht des Kirchenrates und des Büros sind noch zu viele Fragen offen, um das Geschäft abschliessend behandeln zu können. Wir möchten uns dafür bewusst mehr Zeit nehmen.»

Kritik hat gewirkt

Morf ist davon überzeugt, dass seine Kritik am neuen Finanzausgleich gewirkt hat. Und dass sein Vorschlag, nach dem zuerst der Bedarf ermittelt werden soll, um anschliessend die Differenz zu den Steuererträgen zu berechnen, Gehör gefunden hat. Die vorberatende Kommission wird diesen nämlich an seiner Sitzung behandeln.

Die Formel, nach welcher der Ausgleich gemäss Kirchenrat neu berechnet werden soll, weist laut Morf gravierende Mängel auf («Landbote» vom 12. Juni). So bekämen etwa auch jene Kirchgemeinden Gelder, die diese gar nicht nötig hätten. «Obwohl sie sie natürlich gerne nähmen.» Kleinste Gemeinden wie Wildberg oder Kyburg könnten nicht mehr alleine existieren.

Es sei schwierig, eindeutig zu definieren, was zum Verschieben des Traktandums geführt habe, sagt Hannes Hinnen, Mitglied der Finanzkommission der Synode. Fest stehe allerdings, «dass in der vorberatenden Kommission grosse Uneinigkeit geherrscht hat, die Zeichen gingen Richtung Rückweisung.» Hinnen hofft nun, dass der Kirchenrat Morfs Vorschlag in seine Überlegungen einfliessen lässt.

Der Finanzausgleich wir nun wohl frühestens an der Sitzung vom 26. November behandelt.

Erstellt: 02.07.2019, 14:44 Uhr

Artikel zum Thema

Die Kleinen sind die grossen Verlierer

Finanzausgleich Kirche Am 2. Juli entscheidet die Synode der Reformierten Kirche des Kantons Zürich über den neuen Finanzausgleich. Tritt er in Kraft, könnten kleine Gemeinden nicht mehr alleine existieren. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles