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Kommentar zum Umgang mit JihadistenEinmal radikal heisst nicht immer radikal

Kriminelle, die ihre Strafe abgesessen haben, verdienen eine zweite Chance. Das scheint für ehemalige Terroristen aber nicht zu gelten.

Es gibt in Bundesbern durchaus Fachleute, die den Iraker inzwischen für ungefährlich halten: Wesam A.
Es gibt in Bundesbern durchaus Fachleute, die den Iraker inzwischen für ungefährlich halten: Wesam A.
Foto: PD

Es gibt Straftäter, die unbelehrbar sind. Das gilt auch für Terroristen, die ihre Strafe abgesessen haben. Zu ihnen zählt etwa der ehemalige Kopf der Schaffhauser IS-Zelle oder der Winterthurer Syrien-Rückkehrer, der sich als Jugendlicher dem IS angeschlossen hat. Beide Männer haben ihren früheren Überzeugungen nicht abgeschworen, gegen den Winterthurer läuft sogar ein neues Strafverfahren wegen Verdachts auf Terrorunterstützung.

Doch es gibt auch das Gegenteil: ehemalige Terrorhelfer, die den Ausstieg schaffen und sich ins normale Leben integrieren wollen. Behörden sollten sich durch Lippenbekenntnisse von Möchtegernaussteigern zwar nicht beirren lassen, doch wenn jemand nach der Haftentlassung jahrelang gewaltlos bleibt, hat auch so ein Mensch eine zweite Chance verdient.

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