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Robinhos tiefer FallEine Nacht in einer Disco lässt ihn nicht mehr los

Neun Jahre Haft für Vergewaltigung – der Brasilianer Robinho sollte einst Pelé beerben. Jetzt ist er 36, und nicht einmal der FC Santos will seinen verlorenen Sohn noch.

Ein Schock für Robinho: Im Verfahren gegen ihn bleibt nur noch eine Instanz.
Ein Schock für Robinho: Im Verfahren gegen ihn bleibt nur noch eine Instanz.
Bild: Martin Hoffmann (Imago)

Manchmal lasten vorgeschossene Lorbeeren wie eine Tonnenlast auf den Schultern von Sportlern. Als der grosse Pelé dem jungen Robson de Souza zum ersten Mal zugesehen hatte, wie der den Ball karessierte, wie er ihn am Fuss führte, ihn verschwinden liess in seinen Finten und Übersteigern, da war der Bub aus dem brasilianischen São Vicente noch ein Kind. Elf, zwölf Jahre alt. «Ich hatte Gänsehaut», sagte Pelé, «beinahe hätte ich geweint. Ich sah mich selbst in ihm.» Mehr Lob geht nicht.

Da krönte «O Rei» also seinen Erben, den Thronfolger. Und vielleicht liegt in dieser frühen Krönung dessen, den die Welt als Robinho kennen lernen sollte, der Keim einer missratenen Karriere. Nicht einmal zum Prinzen brachte er es, die jüngste Wendung lässt ihn als Wüstling erscheinen, als Widerling, als Sexualstraftäter.

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