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Alain Berset zur Kritik am BAG«Ein Fehler kann immer passieren»

Nach der massiven Kritik am Bundesamt für Gesundheit nimmt Bundesrat Alain Berset erstmals Stellung.

«Die Zahlen explodieren nicht, das ist schon mal was»: Alain Berset.
Video: Aline Bavier

Gesundheitsminister Alain Berset sitzt selber am Steuer seines vollgepackten Familienautos. Er kommt direkt aus dem «Holiday-Office» im Tessin, wie er es nennt, wo er mit seiner Familie einige Zeit zwischen Ferien und Krisenmanagement verbracht hat. Jetzt ist Berset unterwegs nach Hause im Kanton Freiburg. Dabei macht er eigens einen Umweg über Zürich, wo ihn diese Zeitung zum Interview trifft.

Der Interviewtermin wurde sehr kurzfristig anberaumt an dem Tag, an dem die Schweizer Presse Bersets Bundesamt für Gesundheit (BAG) flächendeckend mit schwerer Kritik eingedeckt hat. Die Schlagzeilen sind vernichtend: «Bundesamt für Fehltritte» (NZZ), «Pleiten, Pech und BAG» (Blick) oder «Das BAG gefährdet die Schutzmassnahmen» (in dieser Zeitung).

Diese Kritik, sagt Berset jetzt, sei «schon ein bisschen hart für ein Amt, das so viel gearbeitet, das soviel gegeben hat in den letzten Monaten». Beim BAG gingen pro Tag Tausende Anfragen ein. Da könne auch mal ein Fehler passieren. Wichtig sei, dass diese umgehend korrigiert würden, was im aktuellen Fall geschehen sei, sagt Berset.

Ausserdem äussert sich der SP-Bundesrat im Video-Interview zur zweiten Corona-Welle und zur Frage, wie lange es gehen wird, bis wir uns endlich wieder die Hände schütteln können.

Das ausführliche Interview mit Bundesrat Alain Berset finden Sie hier.

90 Kommentare
    Böbber

    Alles Nebensache. Ich will vom BAG endlich wissen, wie ich mich innerhalb der Familie schützen kann, da offensichtlich in der Familie die grösste Ansteckungsgefahr bestehen soll. Weit schlimmer als in Clubs, Bars etc!