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Analyse zur Tennis-RevolutionDjokovics verzweifelter Schrei nach Liebe

Mit der Gründung einer neuen Spielervereinigung spaltet der Serbe das Tennis, statt es zu vereinen. Seine Motive sind primär persönlicher Natur.

Auf dem Court die unbestrittene Nummer 1, daneben eine streitbare Persönlichkeit: Der Serbe Novak Djokovic.
Auf dem Court die unbestrittene Nummer 1, daneben eine streitbare Persönlichkeit: Der Serbe Novak Djokovic.
Foto: Keystone

Eines muss man Novak Djokovic lassen: In Zeiten, da in der Tenniswelt jeder sein eigenes Süppchen kocht, schaffte er es, die grossen Player zu vereinen. Mit seiner Ankündigung der Gründung einer eigenständigen Spielervereinigung, der Professional Tennis Players Association (PTPA), provozierte er ein gemeinsames Statement von Männer- und Frauentour (ATP, WTA), des Internationalen Tennisverbands (ITF) und der vier Grand Slams: Sie verurteilten sein Vorgehen aufs Schärfste und betonten, jetzt sei es Zeit für eine «weiterreichende Zusammenarbeit». Was sie, wenn ihr nächster Interessenkonflikt ansteht, aber wohl schon wieder vergessen haben dürften.

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