Ein neues Handy und zwei mögliche Überraschungen

Samsung hält heute eine grosse Produktepräsentation ab. Spannender als das neue Smartphone sind zwei Nebenschauplätze.

Mit diesem Bild, das vermutlich den Stift des Galaxy Note 9 zeigt, wirbt Samsung für die heutige Präsentation.

Mit diesem Bild, das vermutlich den Stift des Galaxy Note 9 zeigt, wirbt Samsung für die heutige Präsentation.

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Heute um 17 Uhr stellt Samsung in New York das neue Galaxy Note 9 vor. Seit Wochen überbieten sich Tech-Blogs mit immer neuen Details rund um das eigentlich noch geheime Handy.

Glaubt man den Gerüchten, dürfte es im Vergleich zu den Vorgängermodellen und dem im Frühjahr lancierten Galaxy S9 nur kleine Verbesserungen geben. Da wäre zum Beispiel ein neuer Stift, der nun auch Bluetooth nutzt und so neue Tricks lernen dürfte. Besonders interessant dürfte der grössere Akku werden. Wer sich für die genauen Details interessiert, findet die unter anderem beim deutschen Winfuture-Blog.

Die Nebenschauplätze

Spannender als das Note 9 dürften heute Abend andere Ankündigungen werden. Anfang Jahr hat Samsung versprochen, dass noch heuer ein Handy mit faltbarem Bildschirm lanciert wird. Nicht wenige Beobachter erwarten genau so ein Handy am heutigen Anlass. Andere spekulieren, dass Samsung noch zuwartet, um dem Note 9 nicht selbst die Show zu stehlen.

Fest steht, dass Samsung, so es die Technologieführerschaft behalten will, früher oder später so ein Handy vorstellen muss. Nicht auszudenken, wenn der chinesische Rivale Huawei zuerst ein Handy mit Falt-Bildschirm zeigt.

Wear OS statt Tizen?

Die zweite mögliche Neuheit ist die Galaxy Watch. Erste Bilder der neuen Samsung-Smartwatch waren bereits aus Versehen auf der offiziellen Website zu sehen.

Spannender als das Design der Uhr ist aber deren Innenleben und vor allem deren Software. Die Rede ist von einem Akku der eine Woche durchhalten soll.

Völlig unklar ist die Lage, was die Software angeht. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Samsung bleibt der eigenen Tizen-Software treu oder der Konzern gibt nach und wechselt auf Googles Wear OS (ehemals Android Wear).

Ein möglicher Hinweis auf einen Software-Wechsel steckt im Namen der neuen Uhr. Das «Galaxy» im Namen deutet schwer auf Android oder eben Wear OS hin.

Auf dem Weg zum Duopol

Tatsächlich wäre es ein kluger Schachzug von Samsung. Tizen hat zwar viel Potenzial, aber mangels Partnern dürfte es auf lange Sicht kein nennenswerter Konkurrent für Apples watchOS werden.

Googles Wear OS andererseits hat viele Mängel, doch hat die Software von allen Smartwatch-Betriebssystemen die besten Chancen, sich zum einzigen Apple-Herausforderer aufzuschwingen.

Denn noch ist das Verfolgerfeld äusserst verzettelt. Nebst Samsung haben auch Firmen wie Fitbit oder Garmin ihre eigene Software. Eine Flurbereinigung dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Sollte Samsung nun auf den Google-Kurs einschwenken, wäre das ein grosser Schritt auf dem Weg zu einem Duopol, wie man es von Betriebssystemen bei Smartphones und PCs schon kennt. (zsz.ch)

Erstellt: 09.08.2018, 10:08 Uhr

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