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Kommentar zum BundesratsfotoDiese merkwürdigen Details

Auf dem offiziellen Gruppenbild der Landesregierung 2021 sind ein paar Kleinigkeiten zu erkennen, die Raum für Interpretationen bieten.

Eine ganz anständige Bastelarbeit: Das zusammengesetzte Bundesratsfoto 2021 mit Viola Amherd, Simonetta Sommaruga, Ignazio Cassis, Guy Parmelin, Ueli Maurer, Alain Berset, Karin Keller-Sutter sowie Bundeskanzler Walter Thurnherr (v.l.).
Eine ganz anständige Bastelarbeit: Das zusammengesetzte Bundesratsfoto 2021 mit Viola Amherd, Simonetta Sommaruga, Ignazio Cassis, Guy Parmelin, Ueli Maurer, Alain Berset, Karin Keller-Sutter sowie Bundeskanzler Walter Thurnherr (v.l.).
Foto: Markus A. Jegerlehner (Bundeskanzlei via Keystone)

Einigkeit und Geschlossenheit. Die Botschaft, die der neue Bundespräsident Guy Parmelin mit dem offiziellen Bundesratsfoto 2021 vermitteln will, ist klar. Wegen der geltenden Abstandsregeln war das Unterfangen indes nicht so einfach: Die sieben Angehörigen der Landesregierung und der Bundeskanzler wurden jeweils einzeln fotografiert und nachträglich am Computer zusammengestellt. Das Ergebnis ist, nun ja, sagen wir: ganz anständig. Die Frisuren, wo vorhanden, sitzen, und die Tenüs sind akkurat gerichtet.

Bloss: Auf den zweiten Blick zeigen sich ein paar Kleinigkeiten, die Raum für Interpretationen bieten. Da ist zunächst die Frauen-Frage. Warum wurden die Bundesrätinnen an die Ränder verbannt? Das mag den protokollarischen Grund haben, dass die Regierungsmitglieder in der Reihenfolge ihrer Wahl um Präsident Parmelin und seinen Vize Ignazio Cassis platziert wurden. Dadurch entsteht jedoch, à propos Geschlossenheit, der Eindruck eines geschlossenen Männer-Machtzentrums. Viola Amherd findet sich gar ganz in die linke Ecke gestellt. Trägt sie deshalb ein rotes Oberteil?

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