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Fischerei am Zürichsee Die Seeforelle verabschiedet sich aus dem Zürichsee

Eigentlich war 2019 für die Fischer am Zürichsee ein gar nicht so schlechtes Jahr. Die Bilanz trübt aber eine Fischart – mit Folgen auf dem Teller.

Diese Szene gab es im Vorjahr nur drei Mal: Der Stäfner Sonnen-Wirt Cäsar Meyer erhält von Berufsfischer Samuel Weidmann eine prächtige Seeforelle geliefert.
Diese Szene gab es im Vorjahr nur drei Mal: Der Stäfner Sonnen-Wirt Cäsar Meyer erhält von Berufsfischer Samuel Weidmann eine prächtige Seeforelle geliefert.
Archivfoto: Reto Oeschger

Als ob man weisse Trüffel aus dem Wasser zöge. So muss sich ein Fischer fühlen, wenn er heute eine Seeforelle ins Boot holt. Das Beste aus Zürichsee und Obersee macht sich extrem rar. 2019 wurden nur 959 Kilogramm des Edelfisches gefangen. Das sind weniger als 3 Kilo pro Tag. Schon ein ausgewachsenes Exemplar kann dieses Gewicht bei weitem übertreffen. Damit setzt sich der Rückgang dramatisch fort. Noch 2011 wurden mit über 4 Tonnen fast fünfmal so viele Seeforellen gefangen, 2018 waren es immerhin noch über 1,3 Tonnen. Die neuesten Zahlen sind das zweitschlechteste Fangresultat der letzten 20 Jahre.

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