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Neue Dokumente aufgetauchtPostauto-Skandal: Die Aufsicht wusste Bescheid

In der Affäre um mutmasslich illegale Buchungen versagte das Bundesamt für Verkehr an einem entscheidenden Punkt. Das legen Aussagen von Prüfungsbeamten im Rahmen der Bundespolizeiuntersuchung nahe.

Das Bundesamt für Verkehr wusste viel mehr über die Gewinnverschiebungen, als bisher bekannt war: Ein Postauto fährt über den Ofenpass im Schweizer Nationalpark bei Zernez GR.
Das Bundesamt für Verkehr wusste viel mehr über die Gewinnverschiebungen, als bisher bekannt war: Ein Postauto fährt über den Ofenpass im Schweizer Nationalpark bei Zernez GR.
Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Ausgerechnet das Bundesamt für Verkehr (BAV), das wegen der Postauto-Affäre vor drei Jahren Strafanzeige gegen ehemalige Kaderleute einreichte, hatte sehr wohl Kenntnis über hohe Gewinnverschiebungen zwischen einzelnen Sparten der Postauto AG. Das zeigen Recherchen der SonntagsZeitung.

Doch das Bundesamt im Departement der damaligen Bundesrätin Doris Leuthard ging den Auffälligkeiten nicht auf den Grund, sondern nahm diese, wie es scheint, achselzuckend hin – und das während Jahren.

Wie tief das Bundesamt in die Vorgänge verstrickt war, zeigen bisher unveröffentlichte Protokolle, von denen die SonntagsZeitung Kenntnis hat. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) führte im Rahmen der Strafuntersuchung Einvernahmen mit Mitarbeitern des BAV durch. Konkret handelt es sich um zwei Mitarbeiter, die für die sogenannte subventionsrechtliche Prüfung der Postauto-Geschäfte zuständig waren. Die Einvernahmen fanden vor rund einem Jahr statt. Die Namen sind der Redaktion bekannt.

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