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Interview über FamilienmodelleDie Patchworkfamilie muss man sich leisten können

Wann ist eine Familie glücklich? Oder weshalb es nicht-traditionelle Familienmodelle immer noch schwer haben.

Der kleine Mensch muss geliebt, geschützt und gefördert werden, das ist das Allerwichtigste.
Der kleine Mensch muss geliebt, geschützt und gefördert werden, das ist das Allerwichtigste.
Foto: Erik Wåhlström

Familie ist längst mehr als Mutter, Vater und ein bis drei Kinder. Zum Glück, findet die Berliner Kulturjournalistin Anne Waak, die in einer Patchworkfamilie aufgewachsen ist, heute das Kind ihrer besten Freundin mit aufzieht und ein Buch über alternative Familienmodelle geschrieben hat. Denn romantische Liebe und Elternschaft zu koppeln war schon immer riskant.

Wenn wir an Familie denken, dann an ein Elternpaar mit bis zu drei leiblichen Kindern. Warum hält sich dieses Bild so hartnäckig, wo doch viele ganz anders leben – in Patchworkfamilien, Einelternfamilien, Regenbogenfamilien?

Tatsächlich gibt es eine grosse Diskrepanz zwischen dem Familienbild, wie es uns als Ideal präsentiert wird, und dem, wie wir wirklich leben. So gut die Kleinfamilie für viele funktioniert, so wenig passend ist sie für viele andere. Ich versuche immer, Filme zu finden, die nicht auf dem Erzählmuster basieren, dass zwei Menschen sich ineinander verlieben und daraus dann eine Familie erwächst. Aber es gibt sie kaum.

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