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Kolumne von Markus SommDie Partei des Sklavenhalters

Alfred Escher wird wortwörtlich demontiert. Dass die FDP einen ihrer Grössten nicht in Schutz nimmt, ist so falsch wie traurig.

Soll abgebaut und im Museum versteckt werden: Das Alfred-Escher-Denkmal vor dem Zürcher Hauptbahnhof.
Soll abgebaut und im Museum versteckt werden: Das Alfred-Escher-Denkmal vor dem Zürcher Hauptbahnhof.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Alfred Escher ist einer der grössten Politiker der Schweizer Geschichte, er hat wichtige Unternehmen gegründet, den Gotthardtunnel geschaffen, die ETH ins Leben gerufen, den liberalen Bundesstaat geprägt, den Kanton Zürich zum mächtigsten Stand der Eidgenossenschaft geformt, seine Freunde vergötterten, seine Feinde hassten ihn; am Schluss endete er tragisch, nämlich krank, von der Macht getrennt und verfemt – und er war ein Freisinniger.

Wenn etwas den traurigen Zustand der heutigen FDP beschreibt, dann die Tatsache, wie diese Partei einer ihrer Grössten nicht in Schutz nimmt, wenn ein paar linke Historiker und Politiker diesem jetzt vorwerfen von der Sklaverei profitiert zu haben. Deshalb soll seine Statue vom Zürcher Bahnhofplatz entfernt und im Museum versteckt werden. Weil wir uns alle schämen.

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