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Die letzte Chance für Korrekturen vor der EM

Ukrainer, Tunesier und Niederländer sind am Yellow-Cup in Winterthur die Schweizer Testgegner.

Am Yellow-Cup soll Michael Suters Team Selbstvertrauen für die EM tanken. (Bild: Keystone)
Am Yellow-Cup soll Michael Suters Team Selbstvertrauen für die EM tanken. (Bild: Keystone)

In einer Woche werden die Schweizer zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder an einer EM-Endrunde auftreten: Im Scandinavium zu Göteborg treffen sie am 10. Januar vor 12' 000 Zuschauern auf die Schweden. Beim 48. Yellow-Cup in der Winterthurer Axa-Arena hat Trainer Michael Suter ab heute die letzte Gelegenheit, Bewährtes noch besser zu machen, Korrekturen anzubringen – und das Selbstvertrauen zu stärken. Im Oktober hat sein Team in der ersten Tranche der EM-Vorbereitung immerhin zweimal den EM-Sechsten Tschechien geschlagen.

Seit dem 1. Januar ist die Schweizer Mannschaft komplett. Andy Schmid, in der EM-Qualifikation mit Abstand bester Torschütze vor Kiril Lazarov (MKD) und Nedim Remili (FRA), sagt, dass es in Winterthur «einerseits um die Feinabstimmung geht». Aber auch darum, mit einem ­guten Gefühl nach Schweden zu reisen. Das bedeutet auch, dass sich keiner mehr verletzt – und dass zum Beispiel Nicolas Raemys Fuss dem Belastungstest standhält. Der Thuner hat diese Saison noch keinen Match mit Wacker bestritten. Müsste er passen, wäre Dimitrij Küttel der einzige Rückraum-Linkshänder.

Der Startgegner am Freitag in Winterthur ist wie die Schweiz ein Rückkehrer auf die grosse Bühne. Die Ukraine trat 2010 zum letzten Mal an einer EM auf, obwohl das Land immer wieder exzellente Handballer produziert hat. Trainer Sergej Bebeschko ist einer davon. Er wurde 1989 mit der Sowjetunion Junioren-Weltmeister und 1992 mit der Auswahl der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) in Barcelona Olympiasieger. Das brachte ihm den Orden «Verdienter Meister des Sports der UdSSR» ein.

Möglichkeit zur Revanche

Gegen Tunesien, den Gegner von morgen, verloren die Schweizer vor einem Jahr das letzte Spiel in Winterthur, das zum Final geworden war, 28:30. Tunesien steht mitten in der Vorbereitung auf die Afrika-Meisterschaft, bei der es ab Mitte Januar um die Qualifikation für Olympia in ­Tokio geht, und streitet sich mit Ägypten um Platz 1 auf dem Kontinent. Trainer ist der Spanier Antonio Gerona.

Der Handball der Niederlande hat ein grossartiges Jahr hinter sich. Im Juni schafften die Männer erstmals den Sprung an eine EM, im Dezember wurden die Frauen erstmals «Wereldkampioen», Weltmeister. Seit 2017 werden die Niederlande von einem Riesen geführt, vom früheren isländischen Kreisläufer Erlingur Richardsson. Der war als Bundesliga-Coach bei Berlin im 2016 entlassen worden – wegen zu geringer Deutschkenntnisse.

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