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Kolumne Philipp LoserDie Jahresabrechnung, Teil 2

Angela Merkel, SVP-Abschiffer, obskure Podcasts und der 1. Dezember: Kaum zu glauben, aber ein paar Dinge waren 2020 gar nicht so übel.

«It’s always darkest before the dawn» heisst es in einem Song von «Florence + The Machine» (guter Song). Und obwohl das alte Motiv von der grössten Dunkelheit vor dem erlösenden Morgengrauen etwas gar biblisch daherkommt: Möge es bitte so sein!

Denn, dass es im Moment gerade wieder ziemlich dunkel ist, darüber brauchen wir nicht mehr zu reden. Stattdessen (und weil es so versprochen wurde) folgen nun jene Dinge, die in diesem Horrorjahr 2020 trotz allem schön und gut und überraschend richtig waren.

1. Lang lebe die Wissenschaft. Hat jemand die Errungenschaften der Aufklärung je so trocken und gleichzeitig so berührend verteidigt wie Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich im Bundestag? «Dass Europa heute dort steht, wo es steht, hat es der Aufklärung zu verdanken und dem Glauben daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind und an die man sich besser halten sollte.» Sie habe sich in der DDR für ein Physikstudium entschieden, sagte Merkel, weil sie sich ganz sicher gewesen sei, dass man vieles ausser Kraft setzen könne, aber nicht Naturgesetze wie die Schwerkraft oder die Lichtgeschwindigkeit.

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