Die Ausgangslage vor den letzten EM-Qualifikationsspielen

Überrascht Nordirland die Deutschen und die Niederländer? Und kann Portugal das noch vergeigen? Der Überblick.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die «Schweizer» Gruppe D

Dem erlösenden Treffer gegen Irland in der 93. Minute sei Dank: Dem Schweizer Nationalteam reichen in den letzten beiden Spielen gegen Georgien (Freitag, 20.45 Uhr) und Gibraltar (Montag, 20.45 Uhr) 4 Punkte, um sich aus eigener Kraft für die EM zu qualifizieren. Denn das 2:0 bedeutet, dass die Schweiz (11 Punkte) im Fall von Punktgleichheit mit Dänemark und Irland (beide 12 Punkte, Irland hat aber ein Spiel mehr bestritten) das bessere Torverhältnis als einer der beiden Konkurrenten aufweist. Und es ist gar möglich, dass die Schweiz schon am Freitagabend als Euro-Teilnehmer feststeht. Wenn Gibraltar in Dänemark punktet. Und die Schweiz Georgien schlägt.

Sogar bei einer überraschenden Niederlage im EM-Endspurt könnte die Schweiz doch noch an der Endrunde im kommenden Jahr teilnehmen. Es gibt nämlich ein Szenario, in dem der Schweiz ein einziger Punkt zum Weiterkommen genügt: Wenn die Dänen am letzten Spieltag Irland schlagen, sind sie Gruppensieger. Dann würde der Schweiz ein Punkt genügen – mit 12 Zählern hätte sie zwar gleich viele wie die Iren, aber auch in diesem Szenario die bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen. Spielen Dänemark und Irland ein Unentschieden mit mindestens einem Tor, wären übrigens die Dänen sicher weiter.

Gruppe F

Wenig überraschend ist Spanien (20 Punkte) bereits qualifiziert. Dahinter haben die Schweden (15) alle Vorteile auf ihrer Seite. Im vorletzten Spiel treffen sie auf Verfolger Rumänien (14), und auch bei einer Niederlage sieht es für den Schweizer WM-Achtelfinalbezwinger nicht schlecht aus. Rumänien trifft nämlich zum Abschluss auf Spanien, Schweden auf die Färöer.

Gruppe J

Hier ist Italien (24 Punkte) relativ locker durchmarschiert. Auf dem zweiten Rang liegt Finnland (15), das nur einen Sieg gegen Liechtenstein braucht, um Verfolger Armenien (10) definitiv abzuschütteln und sich erstmals für eine EM zu qualifizieren.

Gruppe A

Tabellenführer England (15 Punkte) reichte vor dem Spiel am Donnerstagabend ein Punkt gegen Montenegro und Kosovo, um sicher an der Euro dabei zu sein. Und die Engländer liessen gar nichts anbrennen, schossen Montenegro mit 7:0 aus dem Stadion. Auch hinter dem Favoriten ist alles entschieden. Tschechien und Kosovo trafen sich zum Verfolgerduell. Mit dem schlechteren Ende für das Team von Bernard Challandes. Die Kosovaren führten gegen Tschechien zwar, verloren dann aber doch 1:2 und haben vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr, sich für die EM zu qualifizieren.

Gruppe B

Ein Team ist bereits qualifiziert, es heisst allerdings nicht Portugal. Der Europameister steht nach dem 6:0-Kantersieg gegen Litauen mit 14 Punkten hinter der Ukraine auf dem zweiten Platz. Nur einen Punkt vor Serbien. Dass sich die Portugiesen nicht für die Endrunde qualifizieren, scheint aber sehr unwahrscheinlich. Auch wenn der Verfolger gegen die Ukraine gewinnt, reicht Cristiano Ronaldo und seinen Teamkollegen ein Sieg gegen Luxemburg für die EM-Teilnahme.

Gruppe C

Drei Punkte trennen Deutschland (15), die Niederlande (15) und Nordirland (12). Das schwierigste Restprogramm hat Nordirland, das zuerst die Niederlande empfängt und zum Abschluss nach Deutschland reisen muss. Die Deutschen empfangen zudem Estland. Die Niederlande spielt im letzten Qualifikationsspiel zu Hause gegen Estland. Aufgrund der Tordifferenz aus den Direktbegegnungen kann es also sogar sein, dass Nordirland zwei Siege gegen die beiden Konkurrenten nicht für die EM-Teilnahme reichen.

Gruppe E

Im letzten Spiel gegen die drittplatzierten Slowaken (10 Punkte) reicht Kroatien (14) ein Punkt, um das EM-Ticket zu lösen. Auf Rang zwei steht Ungarn (12), das zum Abschluss auf Wales (8) trifft. Für die Slowakei wäre auch nach einer Niederlage gegen Kroatien noch alles möglich, die letzte Partie bestreitet sie gegen Schlusslicht Aserbeidschan. Bessere Chancen, als es aussieht, hat übrigens Wales: Zwei Siege gegen Aserbeidschan und Ungarn würden auf jeden Fall reichen, um an der EM dabei zu sein.

Gruppe G

Hier ist es denkbar einfach: Polen (19 Punkte) ist schon durch, Österreich (16) braucht gegen Nordmazedonien (11) oder Schlusslicht Lettland ein Remis, um sich für die EM zu qualifizieren.

Gruppe H

Hier gibt es seit Donnerstagabend keine offenen Fragen mehr. Die Türkei qualifizierte sich bereits am frühen Abend mit einem 0:0 gegen Island für das Turnier. Ein Resultat, das auch Frankreich half, der Weltmeister ist der achte EM-Teilnehmer. Danach mühte sich der Favorit gegen Moldau etwas ab, holte aber einen 2:1-Sieg und damit die Tabellenführung.

Gruppe I

Belgien (24 Punkte) und Russland (21) sind bereits durch, in der vorletzten Partie spielen die beiden gegeneinander um den Gruppensieg.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: (fas)

Erstellt: 14.11.2019, 16:24 Uhr

Artikel zum Thema

Petkovic oder Hitzfeld – wer machte mehr Nationalspieler?

Vladimir Petkovic verhilft immer wieder Spielern zu ihrem Debüt. Allerdings längst nicht so emsig wie sein Vorgänger Ottmar Hitzfeld. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Die Zürichsee Zeitung digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat. Jetzt abonnieren!