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Corona-Ärger in der ARADesinfektionstücher und Masken verstopfen Kläranlage

In den Kläranlagen widerspiegeln sich Homeoffice und Lockdown, weil typische Utensilien zur Eindämmung der Pandemie das WC runtergespült werden. Das bedeutet mühsame Zusatzarbeit und Mehrkosten.

Klärmeister Peter Heller zeigt, was der Abwasserrechen derzeit en masse herausfischt: Desinfektionstücher und Gesichtsmasken, die zum Stillstand der Anlage führen können.
Klärmeister Peter Heller zeigt, was der Abwasserrechen derzeit en masse herausfischt: Desinfektionstücher und Gesichtsmasken, die zum Stillstand der Anlage führen können.
Foto: Michael Trost

Dem Stäfner Klärmeister Peter Heller stinkts – dies aber im übertragenen Sinn. Denn mit dem Abwasser gelangen in die Kläranlagen Sonnenwies und Ürikon nun auch Papiermasken und Desinfektionstücher. Schützen sie im Neuzustand vor einer Übertragung des Covid-19-Virus, verursachen sie in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) wegen verstopfter Pumpen und blockierter Rechen Betriebsunterbrüche.

«Das Gewebe von den Desinfektions- und Feuchttüchern löst sich nicht auf, sondern verzopft sich», erklärt Heller. Wie dicke Seile bleiben sie im Rotationsrechen stecken, bis sie diesen blockieren. Dann muss die Anlage angehalten und mühsam von Hand mit einem spitzen Haken und danach mit dem Hochdruckstrahl gereinigt werden.

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