Ossingen

«Der Zivilschutz ist immer bereit»

Zivilschützer erneuern am Husemersee einen Steg und bessern Wege aus. Auch ein WC-Häuschen nehmen sie bald in Angriff.

Regierungsrat Mario Fehr (rechts) mit Gemeindemitarbeitern und Zivilschützern am Husemersee.

Regierungsrat Mario Fehr (rechts) mit Gemeindemitarbeitern und Zivilschützern am Husemersee. Bild: Enzo Lopardo

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In solch einem Moment könnte man es glatt bereuen, den Militärdienst gewählt zu haben. Zivilschützer müsste man sein! Zumindest bei dieser Aussicht: Über dem Husemersee steigt langsam die Sonne auf, Nebelschwaden ziehen übers Gewässer und verleihen dem See etwas Mystisches. Ossingen ist aber nicht Avalon und hinter dem Schilf am Ufer sind Bohrmaschinen zu hören, keine Schwertkämpfe. Eine Gruppe Zivilschützer ist gerade mit der Erneuerung eines Stegs beschäftigt, andere bessern einen Weg aus. Die Truppe muss solch herrliche Morgenstimmungen in den letzten Tagen öfter erlebt haben. Aber vielleicht haben sie ja auch aus einem anderen Grund im Moment nur Augen für ihre Aufgaben: Sie werden von SP-Regierungsrat Mario Fehr inspiziert. Er will sich persönlich von der Professionalität und der Einsatzbereitschaft der Weinländer Zivilschutzangehörigen überzeugen.

Natürlich wird der Politiker nicht enttäuscht. «Es ist schön, etwas für die Allgemeinheit zu bauen», sagt etwa Gruppenleiter Joël Masson. Er rechnet mit zwei Tagen Arbeit für die Erneuerung des Badestegs. Das Holz war teils völlig morsch geworden. Beaufsichtigt werden die Arbeiten von Gemeindemitarbeitern.

Holzverkleidung für ein WC

Ein weiteres Projekt der Zivilschützer ist der Bau einer Holzverkleidung für ein Toitoi-WC, das im kommenden Frühling am Husemersee aufgestellt werden soll. Am Donnerstagvormittag war davon aber noch nichts zu sehen. Nur die Bretter lagen im Ossinger Werkhof bereit.

«Immer weniger Leute leisten immer bessere Arbeit.»SP-Regierungsrat Mario Fehr

Die geplante WC-Anlage muss einigermassen mobil bleiben. Denn der Kanton hat der Gemeinde nach längerem Hin und Her nur eine temporäre Bewilligung erteilt. Nach der Badesaison muss der Platz in der Nähe des Veloständers oberhalb der Liegewiese wieder geräumt werden, wie Gemeindeschreiber Sven Fehse nach dem Rundgang auf Anfrage sagt. Auf der Inspektion von Mario Fehr war das WC-Häuschen hingegen kein Thema.

Der Regierungsrat ist überzeugt, dass der Zivilschutz Weinland gut unterwegs ist und spart nicht mit Lob. Das Weinland sei die erste Region, in der die lokalen Einheiten fusioniert hätten, sagt er. Das sei vorbildlich und habe zu einer Professionalisierung geführt. «Immer weniger Leute leisten immer bessere Arbeit.»

Gefragt nach der Entwicklung im Zivilschutz, antwortete ihm ein Uniformierter: Vor zehn Jahren sei man noch von Spunten zu Spunten gezogen. «Das hat sich geändert.»

Und als sich die Delegation einer Gruppe nähert, die eine Rettungsübung im Werkhof durchführt, fragt Fehr in die Runde, ob alle bereit seien. Prompt nutzt einer die Gelegenheit für einen Spruch: «Der Zivilschutz ist immer bereit.»

Erstellt: 25.10.2018, 17:09 Uhr

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