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Frankreichs Justizminister Der wortgewaltige Gassenhauer

Sobald er im Fernsehen spricht, erhöhen sich die Einschaltquoten: Eric Dupond-Moretti leitet jetzt das französische Justizministerium.

Widerspruch und grosse Worte

Feministische Aktivistinnen protestieren in Paris gegen die Ernennung des neuen Justizministers.

«Ein Ministerium des Antirassismus»

4 Kommentare
    Markus Moreno

    Herr Eric Dupont-Moretti (EDM) wurde vor einiger Zeit am TV gefragt, ob er je Minister werden möchte. Niemals sagte er. Und jetzt hat er den Salat! Ihn erwarten folgende Schwierigkeiten:

    - eine Richterschaft, die er jahrzehntelang angegriffen hat und die ihn nicht ausstehen kann; so sagte er, er habe mehr Vertrauen in die französische Küche als in die Justiz;

    - er ist ein begnadeter Redner. Ob er auch ein guter Manager sein wird, ist fraglich;

    - er ist ein völliger Einzelgänger. Es wird schwierig für ihn sein, sich als Glied in die Regierung einzufügen;

    - er wird grosse Einkommensverluste haben. Ein Minister verdient gut 10'000 € pro Monat zuzüglich Spesen. Als Staranwalt hat er ein vielfaches davon verdient.

    In der französischen Presse wird heute allgemein gesagt, dass die Besetzung mit EDM ein guter Schachzug Macrons war.