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Corona-GrabenDer Deutschschweizer, ein Menschenfeind

In der Corona-Krise werden in der Westschweiz schwere Vorwürfe erhoben. Die Deutschschweiz sei bereit, für die Wirtschaft Menschen zu opfern.

Deutschschweizer sind empfindlich, wenn man ihre Freiheitsrechte einschränkt. Westschweizer zeigen sich hingegen offener, das öffentliche Leben zu reglementieren. Das birgt Konfliktpotenzial.
Deutschschweizer sind empfindlich, wenn man ihre Freiheitsrechte einschränkt. Westschweizer zeigen sich hingegen offener, das öffentliche Leben zu reglementieren. Das birgt Konfliktpotenzial.
Urs Jaudas

In den Ohren vieler Westschweizer sprach Wirtschaftsminister Guy Parmelin wie ein Deutschschweizer. «Wir müssen überall dort arbeiten, wo wir arbeiten können. Wir machen deshalb alles, dass die Menschen in der Schweiz trotz des Virus arbeiten können», sagte der Waadtländer am Mittwochnachmittag über die geplante Lockerung des Lockdown. Dieses Szenario vor Augen, hatten sich National- und Ständeräte von Genf bis Neuenburg bereits einen Tag zuvor an Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gewandt. Die Politiker fordern vom Bundesrat, die Gesundheit aller zu schützen und den Kantonen die Befugnis zu geben, Firmen zu schliessen. «Wagt den Shutdown. Verzögert die Lockerung des Lockdown», war die Botschaft.

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