Datenleck bei Digitec-Galaxus

Auf Messengerdiensten kursieren Vergleichslisten zu den geplanten Cybermonday-Aktionen des Onlinehändlers.

Wie der Onlinehändler darauf reagiert, hat er noch nicht entschieden. Symbolbild: Keystone

Wie der Onlinehändler darauf reagiert, hat er noch nicht entschieden. Symbolbild: Keystone

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Auf Messengerdiensten kursieren Listen zu den geplanten Aktionen für den heutigen Black Friday und den kommenden Cybermonday bei Digitec und Galaxus. Offenbar wollten Mitarbeitende Freunden einen Gefallen tun.

In zwei Listen, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegen, sind die aktuellen Preise den für Montag geplanten Aktionspreisen gegenübergestellt. Bei beiden Onlineshops reichen die Rabatte von 5 bis 64 Prozent. Bei Digitec fallen zudem zwei Angebote auf, für die statt ein Rabatt jeweils ein Aufschlag von rund 400 Franken eingeplant war.

DigitecGalaxus bestätigte am Freitag die Echtheit der Listen auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Allerdings handle es sich nicht um die aktuellsten Versionen, sagte ein Sprecher. Es handle sich vielmehr um Arbeitslisten. Die beiden Angebote ohne Rabatte in der Liste machten natürlich keinen Sinn. «An Cyber Monday werden diese Angebote so nicht zu sehen sein.»

Mitarbeitende gaben Link weiter

Von dem Datenleck habe man vor einigen Tagen erfahren. Es beruht laut dem Sprecher aber nicht auf einer Hackerattacke. Die Listen seien auf Google Docs abgelegt worden. Wer den Link gehabt habe, habe das Dokument anonym öffnen und kopieren können. «Offenbar wollten ein oder mehrere Mitarbeiter ihren Freunden einen Gefallen machen - und nun kursieren die Listen auf What's App und Co.»

Auch auf den eigenen Webauftritten nahm DigitecGalaxus Stellung. Nicht nur die Listen Cybermonday, sondern auch die Black-Friday-Listen wurden geleakt. Viele User hätten einen «ungewohnt tiefen Einblick in unser Schaffen» erhalten, hiess es da. «Für die Product Manager und Sourcer, die viel Schweiss und Energie in die Aktionstage gesteckt haben, ist das natürlich weniger erfreulich.»

Wie der Onlinehändler darauf reagiert, hat er noch nicht entschieden. «Wir werden aber sicher prüfen, ob wir nächstes Jahr mit anderen Tools und/oder Einschränkungen arbeiten werden», sagte der Sprecher und fügte an: «Solche Lecks lassen sich freilich nicht verhindern.»

Der Cybermonday war ursprünglich die Antwort von Online-Shops auf den traditionellen «Black Friday», der von Detailhändlern ins Leben gerufen worden war. In den USA läuten die Detailhändler am Freitag vor dem «Thanksgiving»-Wochenende das Weihnachtsgeschäft ein und gewähren auf ihrer Ware hohe Rabatte. Die «Black Friday»-Welle ist aber längst auch nach Europa und in die Schweiz übergeschwappt. (sep/sda)

Erstellt: 29.11.2019, 11:52 Uhr

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