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Gutes in schwierigen Zeiten Das sind Ihre Lichtblicke in der Corona-Krise

Die schwierige Situation mit dem Coronavirus beschäftigt. Wir wollen zeigen, dass es auch in der Krise schöne Momente gibt.

«Landbote», «Zürichsee-Zeitung» und «Zürcher Unterländer» wollen nicht nur über die regional wichtigen Ereignisse währen der Corona-Krise informieren, sondern auch zeigen, dass es Lichtblicke und schöne Momente in diesen Tagen gibt. Erzählen Sie uns hier unter diesem Link Ihre Geschichte, wie Sie mit Zuversicht und Dankbarkeit den Alltag gestalten oder teilen Sie Fotos mit den Hashtags #LandboteAllesGute, #ZSZAllesGute oder #ZUAllesGute auf Instagram.

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Not macht erfinderisch

Bei Grossverteilern sind kaum Schutzmasken erhältlich, auch einige Apotheken haben keine an Lager. ZSZ-Leser Kurt Matthys hat sich deshalb - wohl eher scherzhaft - in der Migros bei den Staubsaugerbeuteln für Allergiker bedient und seine Familie damit ausgerüstet.

Das Sechseläuten fand in Wallisellen statt

Dieses Jahr muss die Stadt Zürich auf das Sechseläuten verzichten. Das grosse Zunftfest soll aber dennoch im kleinen Rahmen stattfinden, sagte sich der Walliseller Landwirt und Reitstallbesitzer Felix Kunz. Der Reitmeister der Zunft St. Niklaus hat das Sechseläuten nachgestellt.

Video: PD

Kein Sechseläuten ohne Böögg: Felix Kunz zeigt, wie er ihn in seiner Fabrik hergestellt hat. Offensichtlich liess er sich von der Werbe-Ikone «Fischer von Fischer Bettwaren» inspirieren.

So wird der Walliseller Böögg hergestellt.
Video: PD

Ein humorvoller Blick auf die Krise

Erklären muss man bei diesem Bild nicht viel: «Dies ist meine Art, mit Leinwand, Ölfarben und Humor auf die Corona-Krise zu reagieren», schreibt Kunstmaler und Bildermacher Christian Stoop aus Wädenswil.

Ein Tischtennis-Event der Extraklasse

Leserin Adelheid Schait aus Hombrechtikon schreibt: «Das Bild von Anouk und Daren während einer
Homeschooling-Pause beim Tischtennis-Spiel.
Die gefüllten Znüni-Schüsseli und die Katze
JeyJey sind ebenfalls auf dem Tisch dabei.
Hündchen Jessy darf zuschauen.»

Eine Turnstunde auf dem Hof

«Während Homeschooling findet bei uns auf dem Hof die Turnstunde unserer Kinder Alessa, Robin, Leandra und Patrik so statt», schreibt Familie Streuli aus dem Horgenberg.

Bunte Steine gegen Corona

Unbekannte Initianten haben zu Beginn der Karwoche in Glattfelden eine Aktion gegen den Corona-Koller gestartet.
Inzwischen liegen über hundert bunte Steine aneinander - und es werden immer mehr.
Mehr Bilder der Aktion.

Gedicht zur aktuellen Situation aus der Sicht einer Seniorin

Geschrieben von Frau Ingrid Böhler, Hombrechtikon

Da sitz ich nun, ich armer Wicht,

darf aus der guten Stube nicht.

Das Wetter wär schön zum Flanieren, mit lieben Freunden zu spazieren.

Mit der Familie Kaffee trinken, den Enkeln auf dem Spielplatz winken.

Wir Alten sollten alles meiden,

wie lange muss die Welt noch leiden?!

Jetzt müssen wir halt Rätsel lösen

und zwischendurch ein wenig dösen.

Man könnte ja auch Fenster putzen -

zu welchem Zweck - zu wessen Nutzen?!

Zum Naschen hat‘s nichts mehr im Haus,

alles gegessen, alles aus.

Es lauern Viren, die uns killen, wenn wir nicht vor dem TV chillen.

Bei einem Fläschchen guten Weines - im Keller zwar hat‘s nur noch eines.

Petrus schickt uns Sonnenschein,

bitte, schick die bösen Viren heim!

Und lass den Frühling uns geniessen, zuschauen, wie die Blumen spriessen.

Wer Glück hat, kann im Garten sitzen, vom Balkon aus die Ohren spitzen,

sich freuen an der Vögel Lieder - Normalität kommt sicher wieder.

Die Amsel abends jubiliert, als wär der Welt gar nichts passiert.

So lasst uns niemals das vergessen,

dankbar zu sein, was wir besessen.

Jetzt bleiben wir halt in den Kammern und hören sofort auf zu jammern.

Zu Essen haben wir, zu Trinken und können ja den Nachbarn winken.

Der Mond und auch die Sterne blinken,

kalt ist der Abendhauch!

Wir leben, unsre Lieben auch.

Irgendwann wird‘s schon weitergehn - es muss ja wohl, wir werden‘s sehn,

die Erde wird sich weiterdrehn, und wir - geläutert - mit ihr gehen.

Der etwas andere Osterbaum

In Männedorf hängen an einem Baum am Herweg nicht nur bunte Ostereier, sondern gar Plüschhasen. Die Hausbewohner erzählen, dass sie bewusst etwas für alle machen wollten: «Etwas, das den Menschen in dieser schweren Zeit ein bisschen Freude macht».

Christian Dietz-Saluz

Süsse Freude dank Abseilen

Womit kann man Menschen momentan eine Freude machen? Genau, mit selbst gebackenem Kuchen. Wenn man auch noch gerne backt, so wie die Bülacherin Pia Hansen dies tut, macht Not erfinderisch, aber auch glücklich. Per Facebook auf der Seite «Du bist Bülacher/in, wenn…» machte Pia Hansen einen entsprechenden Eintrag. Kuchenstücke bestellen, Abholzeit bestimmen, geliefert wird übers Fenster mit Abseilen des gefüllten Korbes. Den Preis bestimmt der Kunde. Er legt ganz einfach ein Couvert gefüllt mit einem Geldbetrag in den Korb, und Korb samt Geld wird heraufgezogen. Rapunzel lässt grüssen. Kunde Daniel Wülser geniesst den frisch gebackenen Schoggikuchen anschliessend in seinem Garten. «Tolle Idee, die Bestimmungen des BAG werden umgesetzt, der Kuchen schmeckt fantastisch.» Pia Hansen strahlt aus dem Fenster. Ihre Idee kommt an. Bereits sind weitere Kuchen in Auftrag gegeben worden. (Ruth Hafner Dackerman)

Bestellungen über pia.hansen-qvist@hotmail.com oder unter Telefon 079 274 83 15.

Franz X. Bachmann

Am Himmel het’s kei Flugi;

Im Land fahrid lähri Zugi.

Alti Lüüt bliibed jetz dehei,

i de Stadt gschehs keis Bei!

T‘ Schuol esch au gschlosse,

alli bliibed jetze dosse!

S‘Färnseh met em Bondesrot,

dä hender de Börger stod.

Jetzt hets überall Gränze;

Veli müend sogar fulänze!

200 Meter Abstand inäh,

und keim me s’Händli gäh!

Im Coop do gets a Nomere,

Im Migros chasch met Wasser godere.

Verusse jetz nor no sZweute laufe:

I de Apothek go a Maske chauffe.

D’Speelplätz sind jetz alli gsperrt,

das trefft d’Chend besonders hert!

D’Nachrechte sind voll vo Corona;

Vo Schaffhuuse bis of Bellinzona .

S’Grosi darf mer net go bsueche;

Si hätt so gärn vo mer en Chueche!

I de ganze Schwiiz esch jetz alles zue:

Und es esch eifach nor a grossi Rue!

Im Garte blüeid jetzt d’Osterglogge:

Fast niemer me got go Tschogge !

Wer seid mer , wie lang das tuured.

Ond was hender dere Corona luured?

Alli freued sich gwaltig of nes Aendi:

De Papi luegt scho jetz of’s Händy!

Die Gschecht darf gar ned wohr si,

mer alli wend nümme i de Gfohr si!

Was man alles mit der Zeitung machen kann

Kreativität ist in diesen Tagen besonders gefragt. Heidrun Pschorn, Redaktionsassistentin des Landboten, zeigt, wie aus etwas Zeitung und einem Glas eine Vase oder ein Gefäss für Schreibsachen wird.

Das wird benötigt:

1 Zeitung, 1, Konfiglas, 1 Pinsel und 1 Schere, 1 Geschenkband, 1 Teelicht, 1 Leim

Wenn kein Leim vorhanden – Anleitung zum selber machen:

2 EL Mehl, ½ Tasse kaltes Wasser, 1 Tasse heisses Wasser, 1 EL Zucker

Mehl mit dem kalten Wasser in einem Topf verrühren. Anschliessend heisses Wasser dazu giessen und die Masse unter rühren aufkochen. Es sollte dickflüssig werden. Zucker darin auflösen und den Naturkleber abkühlen lassen.

Von der Zeitung die richtige Grösse schneiden, damit das ganze Glas bedeckt wird.

Kleber auf der Rückseite der Zeitung gleichmässig mit dem Pinsel verteilen.

Vorsichtig das Zeitungspapier auf das Glas kleben und trocknen lassen.

Anschliessend mit Geschenkband verzieren.


Das Glas kann für alles Mögliche genutzt werden. Für Schreibsachen, als Vase oder als Teelichtglas.

Der Lenz ist da - Influenzia

Arnold Lorenz Lutz, früher in Herrliberg zuhause, hat der Redaktion ein Gedicht übermittelt, das er an seinem heutigen Wohnort in Dänemark geschrieben hat.

Jetzt herrscht Corona Influenza - g’schlosse sind fascht alli Gränze

de Virus tuet nüd fulänze - d’Schüeler müend d’Schul go schwänze.

Der Doktor Duden schreibt „Coroner“ im Duden-Buch

Corona soll auch Vorname sein - Dein ?- und nicht mein,

das wär' ein Fluch.

Im Strassen-Verkehr wird Abstand geboten

Kino-, Kirchgang sind verboten -

wie das heimlich, jugendliche Schloten

gebrochen wird’s, bis auf einige Chaoten.

Für Intim-Verkehr gilt - „lass es’s sii"

- to be, or not to be.

Jetzt hoffen wir und pochen, - das Chemie und Robert Koch kann kochen

ein Impfstoff, der da trifft - gegen das weltverbreitete Gift.

Es schüttelt mich, was geht hier vor?

Ich wollt in die Schweiz - bin aussen vor

es hilft nur „Spriten“ auf alle Arten

- äusserlich, innerlich und warten !

Ein Regenbogen der Hoffnung

Entdeckt von Christian Dietz-Saluz in Stäfa

Iris von Ballmoos

«Hier die Sicht eines Enkelskindes, Lilia, 7,5 Jahre, zum Thema Coronavirus.» Das schreibt uns Iris von Ballmoos im Auftrag von «Grosi» und fügt an: «Zusammen halten wie eine Herde ja, aber nicht zu nahe, Abstand von 2 Metern einhalten!»

Alles wird gut!

«Ihr schreibt die News und wir bringen sie», schreibt uns Roger Kirchhofer via Facebook. Dem schliessen wir wir uns natürlich an und sagen Danke!

Antonia Baumann, Herrliberg

Entdeckt im Volg Herrliberg.
Entdeckt im Volg Herrliberg.

Andrés Corona-Wäsche

Eine Geschichte aus der Corona-Zeit

Ein neuer Corona-Tag zieht ins Land. Wie jeden Tag steht André auf, macht Toilette und Frühstück. Er ist allein im Haus am Zürichsee, denn seine Frau ist vor vier Jahren gestorben. Also ist er sich gewohnt allein zu sein. Zum Glück gibt es aber Leute in seinem Bekanntenkreis, die sich um ihn kümmern. Erst gestern haben Nachbarn für ihn eingekauft und andere Leute aus der Nachbarschaft haben sich anerboten, ihm beizustehen; ein Zeichen also, dass die Leute am Zürichsee auch zu Corona-Zeiten sich mit den Alten solidarisch zeigen. Immerhin wird der André im Herbst 87 Jahre alt zum Glück ist er noch aktiv und auch der Geist macht noch mit.

Also, was machen wir heute? Erst mal Informationen aus dem Radio und dem Internet einholen; wie hat sich die Corona-Situation verändert; ist ein heller Streifen zu sehen? Die Nachrichten aus dem Radio und dem «Twitter» sind nicht überwältigend; zum Glück haben wir Behörden, die die richtigen Entscheidungen treffen. Der Vormittag ist dahin und ein langer Nachmittag steht vor der Tür.. Da ruft eine Bekannte an und fragt André, wie es ihm geht, was er so macht. Dabei kommt das Gespräch auch auf die Wäsche. Weil die Putzfrau auch betagt ist und zu Hause bleiben muss, geht da nichts. Warum machst Du das nicht selbst, fragt sie ihn. Das kann ich doch nicht, sagte er, das habe er noch nie gemacht; das war immer die Sache seiner Frau und später der Putzfrau; er doch nicht! Die Bekannte meinte, dass das sehr wohl seine Sache sein könnte und liess ein paar Ratschläge durch die Telefonleitung fliessen. Sie gab aber auch deutlich zu verstehen, dass der André seine Wäsche heute Nachmittag selber waschen werde.

Da blieb kein Zögern mehr; Gebrauchsanweisung suchen, Wäsche aus dem Korb zur Waschmaschine tragen und überlegen. Was muss ich machen und wie mache ich das denkt der arme André und steht vor dem Waschturm; unten waschen, oben trocknen. Ohne Schwierigkeiten geht die Wäsche in die Trommel. doch wo, und wie einschalten? Die Gebrauchsanweisung hilft und bald brummt die Maschine und reinigt die Wäsche mit einem Waschmittel, das hoffentlich das Richtige ist. Es scheint zu stimmen; der erste Schritt ist getan! Jetzt kommt die Sache mit dem trocknen; das ist der obere Teil des Waschmaschinenturms. Das Problem, wo und wie schaltet man das ein? Nach vielem hin und her, findet André ganz zufällig den richtigen Schalter und die richtigen Knöpfe.

Das ist ja überhaupt kein Problem denkt er sich und ist ganz erstaunt, dass er selber seine Wäsche reinigen und trocknen kann. Er ist sogar etwas stolz auf sich und glaubt seine Frau im Himmel lachen zu hören. Hat dieser Nachmittag gezeigt, dass Corona auch eine erzieherische oder lehrreiche Seite haben kann?

André Givel, Stäfa

Hedwig Maier, Richterswil

In einem Schaufenster in Richterswil hat Hedwig Maier eine humorvolle Interpretation der Corona-Situation entdeckt.
In einem Schaufenster in Richterswil hat Hedwig Maier eine humorvolle Interpretation der Corona-Situation entdeckt.
PD

Marion Zehnder, via Instagram

FC Erlenbach, via Instagram

red