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Interview mit GDK-Präsident «Das können wir nicht mehr verantworten»

Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, hält weitere Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie für unumgänglich. Die letzte Woche sei für den Föderalismus die schlimmste gewesen, die er je erlebt habe.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sieht einen «Abnutzungseffekt» in der Bevölkerung und eine immer grösser werdende Diskrepanz zwischen den Schweizer Fallzahlen und den beschlossenen Massnahmen.
Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sieht einen «Abnutzungseffekt» in der Bevölkerung und eine immer grösser werdende Diskrepanz zwischen den Schweizer Fallzahlen und den beschlossenen Massnahmen.
Foto: Keystone

Herr Engelberger, dieses Wochenende haben sich Pflegerinnen, Chefärzte, Spitalchefs von der Gesundheitsfront mit Briefen und Auftritten an die Öffentlichkeit gewandt. Wie dramatisch ist die Situation?

Wir müssen das sehr ernst nehmen. Die Situation ist sehr schwierig, und ich finde es richtig, dass diese Hinweise direkt aus dem Gesundheitswesen kommen. Zurzeit haben wir noch die Kapazitäten in den Spitälern, aber nur, weil wir die Strukturen verstärkt haben und auf viele Eingriffe verzichten. Und das sind nicht nur «Nice to have»-Eingriffe.

In Zürich musste ein junger Krebspatient abgewiesen werden. Müssen wir damit rechnen, dass solche Vorfälle häufiger vorkommen?

Ja, das ist das Risiko in der aktuellen Situation.

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