Zum Hauptinhalt springen

Diskussionen in Meilen und KüsnachtDas heikle Engagement der Kirchen für die Konzerninitiative

Dass die Landeskirchen aktiv für die Konzernverantwortungsinitiative weibeln, stösst auf Kritik. Auch bei der Basis, wie der Besuch zweier Infoveranstaltungen zeigt.

Die Landeskirchen – im Bild die reformierte Kirche Meilen – stehen hinter der Vorlage, die die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen will.
Die Landeskirchen – im Bild die reformierte Kirche Meilen – stehen hinter der Vorlage, die die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen will.
Archivfoto: André Springer

Noch selten war eine Initiative so präsent vor der Abstimmung wie aktuell die Konzernverantwortungsinitiative. Nicht nur wegen der vielen orangefarbenen Fahnen, die sogar in Villenvierteln hängen, sondern auch wegen der zahlreichen Veranstaltungen. Organisiert werden diese vor allem von den lokalen Initiativkomitees. Auch die Kirchen sind aktiv geworden – mit unterschiedlichem Resultat, wie der Besuch zweier Veranstaltungen zeigt.

Die reformierte Kirche Meilen lud Ende Oktober unter dem Titel «Braucht es die Konzernverantwortungsinitiative?» zur Meinungsbildung ein. Ein Trugschluss, wie sich herausstellte. Gleich zu Beginn outeten sich die Organisatorinnen rund um Pfarrerin Jacqueline Sonego Mettner als Befürworterinnen. Auch nicht eben neutral war der Dokumentarfilm «Konzern-Report», der der Diskussion vorausging. Der Film lässt Menschen auf zwei Kontinenten zu Wort kommen, die durch Schweizer Konzerne geschädigt werden. Dick Marty (FDP), Alt-Ständerat und prominentes Aushängeschild des Initiativkomitees, erklärt, warum die Konzerne für Verfehlungen im Ausland zur Verantwortung gezogen werden sollen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.