Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Alain de Botton«Das Beruhigende ist: Wir wissen, wie man stirbt»

«Wir werden unsere Freunde sehr brauchen in den kommenden Monaten», sagt Alain de Botton über die Krise.

Wie kommen Sie zurecht in einer Welt, die plötzlich voller Restriktionen steckt und die Nähe zu anderen Menschen verbietet?

Mir persönlich geht es eigentlich noch ganz gut. Ich bin Schriftsteller und verbringe mein gesamtes Leben ohnehin in einer selbst auferlegten Ausgangssperre. Ausserdem bin ich ein introvertierter Mensch. Ich gehe nicht gerne auf Partys oder shoppen, unter zu vielen Menschen fühle ich mich unwohl, und ich mag es, zu Hause zu sein und zu arbeiten. Ich beobachte, dass fast die ganze Welt gerade genau das macht, was ich sowieso betreibe. Und ich fürchte, es wird noch sehr lange dauern, bis wir wieder zu einer Normalität zurückkehren, wie wir sie kennen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.