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Corona-Check im BüroCredit Suisse bietet ihren Angestellten Gratis-Tests an

Mitarbeiter können sich auf Antikörper untersuchen lassen. Die Namen der Personen und die Testresultate erfährt die Bank nicht, versichert ein Sprecher.

Arbeitgeber wie Credit Suisse können ihren Beschäftigten gratis Antikörper-Tests für das Coronavirus anbieten.
Arbeitgeber wie Credit Suisse können ihren Beschäftigten gratis Antikörper-Tests für das Coronavirus anbieten.
Foto: Dado Ruvic (Reuters) 

Credit Suisse bietet ihren Beschäftigten an, sich gratis auf Corona-Antikörper testen zu lassen, teilte die Grossbank mit. Damit will die Bank ihren Mitarbeitenden «gewisse Klarheit bieten, ob sie bisher mit dem Virus in Kontakt waren oder nicht». Die Tests seien freiwillig, betont die Bank. Die Credit Suisse ist der erste Grosskonzern, der solche Tests seinen Mitarbeitenden anbietet.

Beim Antikörpertest wird Blut entnommen und analysiert. Anders als ein Rachentest kann der Antikörpertest eine Infektion auch nach dem akuten Stadium der Infektion noch nachweisen.

Die Tests werden in den Räumlichkeiten der Bank von Fachpersonal durchgeführt. Um sich testen zu lassen, müssen die CS-Angestellten über ein Online-Tool einen Termin buchen. Die Vorgesetzten erfahren indes nicht, wer einen Test gebucht hat, versichert ein Sprecher. Die Testergebnisse bekommen die Beschäftigten per Post nach Hause gesandt. Die Bank erfährt so auch nichts über die Testresultate.

Keine Sicherheit für Immunität

Es ist indes nicht sicher, ob jemand, der Antikörper gebildet hat und eine Covid-19-Infektion bereits durchgemacht hat, wirklich immun ist und nicht erneut erkranken kann. Unklar ist ferner, ob jemand mit Antikörpern nicht länger ansteckend ist. Daher betont die Bank: «Getestete Mitarbeiter werden explizit darauf aufmerksam gemacht, dass ein positives Resultat keine Sicherheit vor einer erneuten Ansteckung bietet und die bestehenden Verhaltensregeln auch für sie weiter gelten.»

Derzeit arbeiten die Beschäftigten der Credit Suisse weiterhin im Homeoffice. In einer nächsten Phase sollen die Teams hälftig aufgeteilt werden und jeweils abwechselnd wieder ins Büro kommen dürfen (sogenannte «Split-Team-Lösung»).

Die Tests werden in einer Pilotphase zunächst am Standort Zürich den Mitarbeitenden angeboten. «Sofern das derzeit stattfindende Pilotprojekt in der Schweiz erfolgreich verläuft, wird Credit Suisse die Testmöglichkeit ab Juni an ihren grösseren Standorten anbieten», so die Bank.

Credit Suisse wird dabei die Antikörper-Tests einsetzen, die Roche entwickelt hat. Roche-Chef Severin Schwan ist Vizepräsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse.

Mit dem Gratis-Test-Angebot überholt die Grossbank den Pharmariesen aus Basel. Auch Roche will seinen Mitarbeitenden Gratis-Tests anbieten, die Details sind aber noch offen: «Wir sind dabei, Optionen zu prüfen, um den Test auf freiwilliger Basis Mitarbeitenden an verschiedenen Standorten zur Verfügung zu stellen», erklärt ein Roche-Sprecher.

2 Kommentare
    P. Charpilloz

    "Es ist indes nicht sicher, ob jemand, der Antikörper gebildet hat und eine Covid-19-Infektion bereits durchgemacht hat, wirklich immun ist und nicht erneut erkranken kann." Mich nerven diese Aussagen so langsam. Dies ist eine reine Angstmacherei.

    Natürlich ist es noch nicht sicher. Aber sehr wahrscheinlich. Denn wenn die Antikörper nicht zu einer Immunität führen würden, dann würde das Blutplasma von bereits geheilten stark an Covid-19 erkrankten nicht helfen.

    Zudem sollten wir alle beten, dass die Antikörper zu einer Immunität führen. Denn wenn sie es nicht tun, werden wir nie einen Impfstoff gegen Covid-19 haben können. Denn ein Impfstoff ist nichts anderes als eine künstlich erzeugte Immunität.

    Also wieso hören wir nicht endlich auf mit dieser Schwarzmalerei.