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Rückschlag für PräventionsarbeitCorona sorgt für mehr Kinderarbeit

Weltweit müssen über 150 Millionen Minderjährige arbeiten, um zu überleben. Die Pandemie macht Fortschritte von zwei Jahrzehnten zunichte. Die UNO sucht nun nach Wegen aus der Misere.

Die 5-jährige Pakistanerin Naginah Sadiq trägt Lehm bei der Arbeit in einer Ziegelfabrik. Die Corona-Pandemie macht zwei Jahrzehnte der Präventionsarbeit kaputt.
Die 5-jährige Pakistanerin Naginah Sadiq trägt Lehm bei der Arbeit in einer Ziegelfabrik. Die Corona-Pandemie macht zwei Jahrzehnte der Präventionsarbeit kaputt.
Foto: Muhammed Muheisen (Keystone)

Sie sammeln Abfall, putzen Schuhe, verkaufen Obst oder schleppen Steinbrocken in dunklen Bergwerken. Über 150 Millionen Kinder müssen nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) mit Sitz in Genf weltweit arbeiten, um zu überleben. Wie diese Zahl bis 2025 auf null gesenkt werden kann, steht im Mittelpunkt der digitalen Auftaktkonferenz zum «UNO-Jahr für die Beseitigung von Kinderarbeit», die am Donnerstag in Genf stattfindet.

Die Ziele der Vereinten Nationen sind ambitioniert, denn die Corona-Pandemie hat die Situation weiter verschärft. Tausende Kinder aus ärmsten Familien sind gezwungen zu arbeiten, weil die Einkommen ihrer Eltern weggebrochen sind. Auch Kinder, die bereits vor der Pandemie gearbeitet haben, sind durch die aktuelle Situation längeren Arbeitszeiten und schlechteren Bedingungen ausgesetzt, denn in Wirtschaftskrisen steigt die Nachfrage nach billigen Arbeitskräften – und am billigsten sind vielerorts eben Minderjährige.

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