Zum Hauptinhalt springen

Coronavirus in der RegionElf Todesfälle – 1578 Infizierte +++ Soforthilfe für Kleingewerbler

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in der Region im Nachrichten-Ticker.

LIVE

Das Wichtigste in Kürze:

  • 1'578 Corona-Infizierte im Kanton Zürich. 11 Todesfälle. (Stand Freitag)
  • Der Bundesrat hat Notrecht erlassen: Bis am 19. April bleiben alle Läden, Restaurants und Clubs geschlossen. Ausgenommen von dieser Regel sind Geschäfte, die den Grundbedarf sicherstellen.
  • An den Schweizer Schulen darf kein Unterricht stattfinden.
  • Rund um den Zürichsee sind bereits diverse Parkanlagen, Plätze und Uferpromenaden gesperrt. Gruppen von mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit drohen Bussen.
  • Der öffentliche Verkehr wird reduziert. (mehr Details hier)
  • Sämtliche Gemeindeversammlungen, sowie die Volksabstimmung vom 17. Mai sind abgesagt.
  • Auswärtige dürfen Spitäler und Alterszentren in der Region nur noch in Ausnahmefällen besuchen.

LIVE TICKER

Postauto halbiert Angebot

Nach der SBB und dem ZVV reagiert nun auch Postauto auf die Coronakrise. Linien mit mehr als einer Verbindung pro Stunde werden halbiert, Tourismuslinien werden komplett gestrichen. Linien, die nur im Stundentakt geführt werden, bleiben bestehen, jedoch können sich Abfahrts- und Ankunftszeiten ändern.

Die aktuellen Fahrpläne gibt es unter www.zvv.ch.

Thalwil gibt Ersatztermine bekannt

Die Gemeindeversammlung vom 12. März fiel aus, die Urnenabstimmung am 17. Mai findet ebenfalls nicht statt. Nun präsentiert der Gemeinderat neue Termine.
(Mehr dazu hier)

Kantonspolizei warnt vor Betrügern

Die Coronakrise lockt vermehrt Betrüger auf den Plan. Wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt, stelle man eine deutliche Zunahme von Cyberphänomenen fest. Konkret werde versucht aus der Krise Profit zu schlagen. Dabei nutzen die Betrüger diverse Methoden.

  • Phishing-Mails: Betrüger versuchen mit gefaketen E-Mails vom Bundesamt für Gesundheit oder der Welt Health Organisation (WHO) an vertrauliche Daten zu kommen.
  • Coronavirus-Map: Auf interaktiven Karten zur Ausbreitung des Virus werden von Cyberkriminellen Malware hinterlegt. Diese lösen einen ungewollten Download aus.
  • Spendenaufrufe: Kriminelle schaukeln eine Spendensammlung für einen Impfstoff gegen das Covid-19 Virus vor, um an Geld zu kommen.
  • Fake-Shops für medizinische Produkte: Angeboten wird in diesen Shops vor allem Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel. Diese Artikel werden trotz Bezahlung nicht geliefert.
  • Money Mules: Mit Finanzangeboten werden Personen als Finanzagenten angeworben.
  • Sextortion: Kriminelle drohen die ganze Familie mit dem Virus zu infizieren, wenn nicht Geld überwiesen wird. Es ist eine klassische Erpressermasche.
  • Voice Phishing: Kriminelle rufen angeblich im Namen des Bundesamt für Gesundheit an, um an vertrauliche Daten zu kommen.

Wer betroffen ist von solchen oder ähnlichen Fällen, soll sich an die Polizei wenden. Diese sichert Spuren und ermittelt, schreibt die Kantonspolizei Zürich weiter.

Zwei weitere Todesfälle im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich sind zurzeit 1578 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Tags zuvor betrug die Anzahl Betroffener 1476. 156 Personen befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 37 künstlich beatmet. Bis heute sind im Kanton Zürich 11 Menschen an Covid-19 gestorben (75-jährig, 78, 78, 78, 80, 80, 85, 88, 90, 96, 97).

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich beschafft sich eine Maschine, die täglich automatisch bis zu 32'000 FFP2-Schutzmasken herstellen kann. In der zweiten Hälfte des Monats April soll die Maschine betriebsbereit sein.

Soforthilfe für Thalwiler Selbständige

Die Gemeinde Thalwil kommt der Aufforderung des Regierungsrates nach und bewilligt im Rahmen des «Corona-Pakets» den nötigen kommunalen Rahmenkredit von 200'000 Franken zur Eindämmung der Auswirkung der Corona-Pandemie. Wie die Gemeinde mitteilt, können mit dem Kredit schnell und unbürokratisch Kleinstunternehmen und Selbständigerwerbende (bis 200 Stellenprozent) mit kurzfristigen Überbrückungskrediten unterstützt werden.

Die Anträge müssen bis Sonntag, 5. April 2020, an den Finanzausschuss der Gemeinde Thalwil gesendet werden. (Hier finden Sie das Formular auf der gemeindeeigenen Website)

Kantonsrat hält nun doch Sitzung ab

Kehrtwende beim Bundesamt für Justiz: Der Zürcher Kantonsrat kann am Montag nun doch seine Sitzung abhalten. Anfänglich wurde ihm das untersagt. Die Erlaubnis gilt auch für andere Parlamente, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen.

In einer nachträglichen Stellungnahme erlaubt das Bundesamt für Justiz kommunalen Parlamenten ihre Sitzungen abzuhalten, wie die «NZZ» am Donnerstag berichtete.

Eigentlich sind nach der Covid-Verordnung des Bundesrats Anlässe mit mehr als fünf Personen verboten. Darunter fiel nach Ansicht des Bundes vom 20. März auch eine Parlamentssitzung mit 180 Kantonsrätinnen und Kantonsräten.

FDP-Kantonsratspräsident Dieter Kläy störte sich über diese Auslegung. Der Kantonsrat sei nicht einfach eine Veranstaltung, liess er sich am Dienstag im «Landboten» zitieren. Bei der Sitzung vom Montag steht das Hilfspaket der Regierung auf der Traktandenliste. Damit das Geld fliessen kann, muss das Paket vom Rat genehmigt werden.

Zwei Bedingungen für den Kantonsrat

Wie das Bundesamt für Justiz am Donnerstag nun auf Anfrage mitteilte, hätten die kantonalen Behörden aber die Möglichkeit, einzelne Veranstaltungen nun doch zu erlauben. Dafür müssten zwei Voraussetzungen erfüllt sein: ein grosses öffentliches Interesse und ein Schutzkonzept für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften des Bundesrats.

Diese Bedingungen seien mit der kommenden Sitzung und dem Sitzungsort in der Messehalle in Oerlikon garantiert, teilten die Parlamentsdienste auf Anfrage mit.
(sda)

Thalwil schliesst Schalter und Schulanlagen

Die Gemeindeverwaltung Thalwil hat ab Donnerstag alle Schalter geschlossen. Sie sei weiterhin telefonisch oder per E-Mail zu den regulären Öffnungszeiten erreichbar, teilt die Gemeinde Thalwil mit. Viele Dienstleistungen stehen auch im Online-Schalter zur Verfügung und können digital abgewickelt werden. Persönliche Termine seien lediglich in dringenden Fällen nach Vereinbarung möglich.

Gemeinderat beobachtet Situation am See

Der Gemeinderat hat zudem beschlossen ab sofort alle Schulanlagen der Gemeinde für Unbefugte bis zum 26. April 2020 zu schliessen. Die Situation auf den weiteren öffentlichen Anlagen, zum Beispiel am See, werde genau beobachtet. «Der Gemeinderat hofft, dass sich die Bevölkerung die Massnahmen einhält und keine weiteren Einschränkungen oder Schliessungen öffentlicher Anlagen nötig sein werden», schreibt der Gemeinderat weiter.

Fondue-Chalet bleibt stehen

Das Fondue-Chalet auf dem unteren Dorfplatz in Meilen kann wegen der Coronakrise nicht abgebaut werden und bleibt deshalb bis auf weiteres stehen. Geplant war, dass das Chalet nach der Gemeindeversammlung ab 2. März 2020 in der Fahrzeughalle von Schneider Umweltservice an der Bergstrasse 10 eingelagert wird. Diese musste jedoch wegen des Versammlungsverbots abgesagt werden, teilt die Gemeinde mit.

Das Fundue-Chalet bleibt noch eine Weile auf dem unteren Dorfplatz in Meilen stehen.
Das Fundue-Chalet bleibt noch eine Weile auf dem unteren Dorfplatz in Meilen stehen.
Archiv, PD

Die Gemeindeversammlung zur Bau- und Zonenordnung soll auch am neuen Termin in der Fahrzeughalle an der Bergstrasse 10 durchgeführt werden. Da derzeit noch unklar ist, wann die Gemeindeversammlung stattfinden wird, kann das Chalet nicht in der Halle eingesommert werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Fahrzeughalle muss bei Bedarf für die Gemeindeversammlung zur Verfügung stehen.

Nothilfe für Gewerbe von Küsnacht

Der Gemeinderat von Küsnacht hat einen Nothilfekredit für das lokale Gewerbe bewilligt. Die angeordneten Schliessungen bedeute für einen Teil des Gewerbes massive finanzielle Einbussen über einen längeren Zeitraum, schreibt der Gemeinderat.

Trotz Hilfsmassnahmen des Bundes sei zum heutigen Zeitpunkt unsicher, ob alle Betroffenen rechtzeitig und in genügendem Umfang die benötigte Hilfe erhalten. Der Gemeinderat hat deshalb einen Nothilfekredit in Höhe von 300'000 Franken bewilligt. Dieser soll eingesetzt werden, um beispielsweise lokale Läden, Restaurants und Bars, aber auch Sportzentren, Coiffeure und Kosmetikstudios finanziell zu unterstützen.

Gesuche können ab sofort per E-Mail unter gewerbehilfe@kuesnacht.ch eingereicht werden. Weitere Infos auf der Webseite der Gemeinde.

Fast 1500 Infizierte

Im Kanton Zürich sind, Stand 26.3. um 09:30 Uhr, 1476 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 113 mehr als noch am Tag zuvor. Das teilt die Gesundheitsdirektion am Donnerstag mit. 152 positiv Getestete befinden sich in Spitalbehandlung, davon werden 32 künstlich beatmet.

Zudem sind zwei weitere Opfer zu beklagen, insgesamt sind neun Personen im Kanton Zürich dem Virus erlegen.

Kilchberg richtet Finanzhilfe ein

Die Gemeinde Kilchberg hat auf der Website Informationen für Selbständigerwerbende mit Wohnsitz in der Gemeinde Kilchberg publiziert. Die Informationen richten sich an Unternehmen mit maximal 2 Vollzeitstellen.

Finanzielle Nothilfe in Kilchberg: http://www.kilchberg.ch/xml_1/internet/de/file/xmlsafe/news/page/detail1537.cfm

Diese Massnahme sei primär in den Kontext der von Regierungsrat Ernst Stocker gesprochenen 15 Mio. Franken Soforthilfe für Selbständige zu setzen. Diese Gelder seien entsprechend der Einwohnerzahl den Gemeinden zugesprochen worden, welche nun in der Pflicht stehen rasch und zielgerichtet zu helfen.

Der neue regionale Corona-Ticker

Da ein Nachrichten-Ticker nach einer gewissen Zeit (zu) viele Beiträge enthält und somit unübersichtlich wird, haben wir unseren Ticker mit den aktuellen Informationen aus Region und Kanton zur Corona-Pandemie neu angelegt. Ab sofort informieren wir hier über die neusten Entwicklungen.

Etwas in den letzten Tagen verpasst? Dann können sie das an dieser Stelle nochmals nachlesen.

Beginn des Live Tickers

(mst/pst/far)