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Spitäler am See im Baby-BluesCorona hält Paare am Zürichsee von der Familiengründung ab

Der Lockdown im Frühling und das Coronavirus haben Paare und Schwangere stark beeinflusst. Werdende Mütter trugen gar ihre Kinder länger aus.

Eine Ärztin vermutet, dass Corona gar «abschreckend» gewirkt hat auf die Familienplanung.
Eine Ärztin vermutet, dass Corona gar «abschreckend» gewirkt hat auf die Familienplanung.
Archivfoto: Sabina Bobst

Im letzten Frühling war alles anders. Zwischen Mitte März und Mitte Mai herrschte Lockdown statt Ausgang, Homeoffice statt Büroalltag und Isolation statt Ferien. Das eine oder andere Paar dürfte der aussergewöhnlichen Situation etwas Positives abgewonnen und die Zeit für die Erfüllung des Kinderwunsches genutzt haben. In den Monaten Dezember und Januar kommen die ersten «Lockdown-Babys» zur Welt. Doch welchen Einfluss hat der Lockdown auf die Geburtenrate in den Spitälern am See?

Es gibt zwei Tendenzen: Viele werdende Eltern haben sich im See-Spital Horgen für eine Geburt im Dezember oder Januar angemeldet. So stehen für Januar 2021 rund 80 Geburten auf dem Programm. Das sind ein Drittel mehr Geburten als gewöhnlich. Der Durchschnitt liegt in diesem Monat normalerweise bei etwa 60. Die leitende Hebamme Dayo Oliver will aber nicht spekulieren: «Ob die höhere Geburtenzahl im See-Spital auf den Lockdown zurückzuführen oder einfach Zufall ist, kann ich noch nicht sagen.» Noch lässt sich keine abschliessende Auswertung des Effekts des Lockdown auf die Geburtenrate vornehmen. Bis jetzt liegt die Geburtenrate für das See-Spital mit rund 700 Geburten etwa im Rahmen der letzten Jahre. Der Rekord von 2019 mit 727 Geburten könne aber mit grosser Sicherheit nicht gebrochen werden.

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