Coop

Wo das Konzept Warenhaus noch funktioniert

Der St. Annahof an der Zürcher Bahnhofstrasse wurde umfassend saniert und aufgefrischt.

Mehr Platz, stimmungsvolle Präsentation im St. Annahof. Foto: PD

Mehr Platz, stimmungsvolle Präsentation im St. Annahof. Foto: PD

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Seit 106 Jahren besteht das Warenhaus Coop City St. Annahof an der Bahnhofstrasse in Zürich. Erbaut worden ist es vom Lebensmittelverein Zürich, der auch seinen Hauptsitz im Gebäude hatte. Heute ist es noch Hauptsitz der Coop-Genossenschaft Zürich. Die letzten acht Monate wurde das Haus Stockwerk um Stockwerk bei laufendem Betrieb renoviert. Noch bis und mit Samstag wird mit Attraktionen und Rabatten die Wiedereröffnung gefeiert.

Fels in der Brandung

Der Manor muss nach jahrelangem Streit mit seiner Vermieterin Swiss Life die Bahnhofstrasse in zwei Monaten verlassen; der Globus war zuletzt aufgrund von Verkaufsabsichten seiner Besitzerin Migros in den Medien. Insofern präsentiert sich der St. Annahof geradezu als Fels in der Brandung. Er ist zwar nicht das grösste, aber das umsatzstärkste Warenhaus der ganzen Coop-Gruppe, die auch Eigentümerin der Liegenschaft ist.

Entsprechend frohgemut wurde gestern auf einem Medienrundgang die erfolgte Auffrischung präsentiert. Alle Fenster wurden ersetzt. Es wurde isoliert und die ganze Haustechnik erneuert. Durch den Umbau werde eine CO2-Einsparung von 70 Prozent erreicht, sagte Christian Staub, Leiter Coop Warenhaus Schweiz. Er hielt fest: «Wir haben an bester Lage, an einer der berühmtesten Strassen der Schweiz, weiter in das Konzept Warenhaus investiert.»

Auch die Präsentation der Waren wurde angepasst. Das Ziel war nicht eine völlige Neukonzeption. Es ging um eine Modernisierung und Optimierung, wie Geschäftsführer Marcel Saluz ausführte.

Überall Tageslicht

Neu gibt es in allen Stockwerken Tageslicht. Es werden keine Fenster mehr abgedeckt, auch wenn Gestelle davorstehen. Auffällig ist, dass es mehr Platz zwischen den Auslagen gibt. Das Sortiment musste deswegen nicht verkleinert werden, sagte Saluz. Es umfasse weiterhin rund 130000 Artikel. Platz geschaffen wurde etwa durch den Abbau der «Kassenburgen», neu gibt es mehr Einzelkassen. Zudem ist die Anordnung nicht mehr so, dass man als Kunde möglichst das ganze Angebot abschreiten muss. Wechselnde Dekors und Präsentationen sollen auch die Sinne ansprechen.

Von der Lebensmittelabteilung samt Käsehumidor über Kosmetik, Herren- und Damenmode bis zur Haushaltsabteilung inklusive Mercerie: Weiterhin präsentiert sich der St. Annahof als klassisches Warenhaus fürs heimische Publikum, mit einem breiten Angebot an Eigen- und Fremdmarken. Neu aufgenommen wurden etwa Angels und Wellensteyn. Hinzu kommen Dienstleistungen wie Textilreinigung, Schlüsselservice oder Schneideratelier. Was nicht am Lager ist, wird bestellt. Im Laden erworbene Betten und Matratzen werden nach Hause geliefert. Nicht zuletzt steht langjähriges Personal für die Beratung bereit. Bis zu 300 Angestellte arbeiten im Haus.

Geschäftsführer Marcel Saluz. Video: Thomas Marth

Erstellt: 14.11.2019, 18:14 Uhr

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