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Spital-NotstandBündner wollen verunfallte Skifahrer ins Flachland zurückspedieren

Der Bergkanton ruft die Unterländer zu Hilfe. Diese sagen, sie hätten auch keinen Platz in ihren Spitälern. Schliesst der grösste Tourismuskanton jetzt seine Skigebiete?

In Chur hatte man eine Idee: Warum verunfallte Skitouristen nicht in deren Wohnkantone zurücktransportieren?
In Chur hatte man eine Idee: Warum verunfallte Skitouristen nicht in deren Wohnkantone zurücktransportieren?
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone) 

Der Hilferuf aus den Bergen kommt wenige Tage vor Beginn der Weihnachtsferien. Graubünden, der wichtigste Tourismuskanton, fürchtet, verunfallte Skitouristen nicht ausreichend behandeln zu können, weil seine Spitäler am Anschlag sind.

In Chur hatte man deshalb eine Idee: Warum verunfallte Skitouristen nicht einfach in deren Wohnkantone zurücktransportieren? Oder anders gesagt: Die Kantone im Flachland sollten den Bündnern eine Art Rücknahmegarantie für ihre Einwohner abgeben.

So würde es der Bündner Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP) natürlich nicht nennen. Aber er bestätigt auf Anfrage: «Wir haben mehrere Spitäler in den Herkunftskantonen unserer Touristen angefragt, ob sie für verunfallte Skitouristen Kapazitäten hätten. Doch die Antworten waren ernüchternd.» Überall hiess es, die Spitäler seien schon wegen Corona gefüllt.

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