Zum Hauptinhalt springen

Beide habe ich am liebsten

Früher haben Eltern die Erstgeborenen noch unverhohlen bevorzugt - heute gibts bloss noch den Unterschied, dass die einen Eltern abstreiten, ein Lieblingskind zu haben. Zu denen gehöre ich wohl auch.

Traumatische Wahnvorstellung oder simple Realität? Der Verdacht, dass Mami und Papi ein Lieblingskind hatten, bei welchem es sich womöglich nicht um einen selbst handelte, dürfte jedenfalls eine Goldgrube für Psychotherapeuten sein. Bis vor kurzem galt das Thema Lieblingskind als eines der letzten Tabus. Die quälende Urangst hat 2012 ein US-amerikanisches Sachbuch bewirtschaftet, und seither taucht die Frage, ob es Lieblingskinder gebe und was das gegebenenfalls bedeute, hin und wieder in Blogs und Magazinen auf.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.