Achtung, Kindergeburtstag

Ballonverstampfis im Park: Auch die schönsten Kindergeburtstage sind Nervenproben.

Ballonverstampfis im Park: Auch die schönsten Kindergeburtstage sind Nervenproben. Bild: Jakob Bächtold

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Mit dieser Aufgabe hätte man Sisyphos beauftragen können: Kaum hatten wir einem Kind einen Luftballon an den Fuss gebunden, stand – päng! – schon wieder eines mit Gummifetzen am Knöchel da. Aufblasen, Knopf in den Ballon, Schnur um den Fuss. Päng! Ballonverstampfis wäre ein einfaches Spiel, wenn die Kinder nur bei der Vorbereitung einmal eine Minute stillsitzen könnten, bis alle... Päng!

13 Kinder waren letzte Woche dabei am Kindergeburtstag der mittleren unserer drei Töchter. Alle ungefähr acht Jahre alt, bestens gelaunt, voll aufgedreht, lustig, übermütig – und laut. Die Wilde 13, eine Piratenbande.

Jungen Eltern mag das herzlos vorkommen. Doch nach dem zehnten Festli lässt die Begeisterung beim Ballonaufblasen nach.Vater nach dem x-ten Geburtstagsfest

Dabei war die Kinderparty eigentlich ein voller Erfolg! Das Wetter machte mit, die Schatzsuche mit versteckten Botschaften funktionierte, bei den Spielen im Park wurde gejauchzt und gejubelt (auch die Ballonstampferei kam schliesslich noch zustande) und als Höhepunkt gabs ein Gummientenrennen im Bach, das bei den Kindern so gut ankam, dass wir es dreimal wiederholen mussten.

Trotzdem sassen wir Eltern am Abend wie gerädert am Küchentisch. Und die Diskussion drehte sich darum, mit welchen ausgeklügelten Methoden oder gut erfundenen Ausreden sich die nächste Kinderparty wohl am unauffälligsten abwenden liesse. Jungen Eltern mag das herzlos vorkommen. Doch nach dem zehnten Festli lässt die Begeisterung beim Ballonaufblasen nach. Gleichzeitig weiss ich es jetzt schon: Trotz allen bösen Plänen wird die Antwort auf die bettelnde Frage nach der nächsten Geburtstagsparty gleich lauten wie immer.

Erstellt: 17.05.2016, 11:31 Uhr

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