Zum Hauptinhalt springen

Floating im Selbstversuch

Wie im Weltall: Im Floating-Tank wird Schwerelosigkeit auch auf der Erde erlebbar.
Wie im Weltall: Im Floating-Tank wird Schwerelosigkeit auch auf der Erde erlebbar.
Enzo Lopardo

Muskelverspannungen lösen, indem man einfach im Wasser liegt? Was unwahrscheinlich klingt, ist möglich. Das zeigt ein Floating-Selbstversuch. Im geschlossenen Raum muss ich mich in eine riesige Muschel legen, die mit warmem Salzwasser in Körpertemperatur gefüllt ist. Normalerweise wird die Muschel geschlossen, damit man nicht friert. Genau damit tue ich mich jedoch schwer. Ich muss die Muschel einen Spalt öffnen, weil ich das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen. Trotzdem spüre ich schon nach wenigen Minuten, wie gut es tut, im Salzwasser zu liegen. Da der Salzgehalt höher ist als jener im Toten Meer, schwebe ich schwerelos im Wasser. Ich lausche den leisen Walgesängen und spüre bald nur noch meine Muskeln im Nackenbereich. Dass sie sich während des Floatings langsam lösen, merke ich erst am Abend.

Die Gedanken ganz abschalten kann ich während der 50 Minuten dauernden Sitzung jedoch nicht. Einerseits liegt es wohl daran, dass ich mich nicht an die geschlossene Muschel gewöhnen kann. Wenn ich die Weite des Himmels über mir hätte, könnte ich besser loslassen. Bei leicht geöffneter Muschel friere ich zwar nicht, ganz warm ist mir aber auch nicht. Andererseits liegt es wohl auch daran, dass ich zum ersten Mal floate. Das zumindest sei die Erfahrung von anderen gewesen, die das Floating ausprobiert haben, erklärt mir der Therapeut nach meinem Floating-Experiment.?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.