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Training unter ­Nationalflagge

Lautes Gebrülle und Poltern im Kraftraum setzen Olympia-Sportler Fabio Wyss in Sydney in Erstaunen. Beeindruckt ist er vom australischen Nationalstolz - selbst wenn er auch bloss mal ein Vorwand für eine weitere Grillparty ist.

Im Leistungszentrum in Sydney, in welchem wir Kanuten trainieren, sind auch Athleten aus anderen Sportarten am Werk. Dies ist durchaus eine Bereicherung in unserem Trainingsalltag. Als ich eines ­Tages –nichts Böses ahnend – ins Krafttraining gehen wollte, hörte ich schon von draussen lautes Gebrülle und das heftige Poltern von schweren Hantelstangen, die auf den Boden knallten. Das Rätsel war schnell geklärt, die australische Rugby-Nationalmannschaft war am Trainieren. Über 20 stämmige Athleten feuerten sich gegenseitig an, als ­gehe es um Leben und Tod. Sie belagerten die eine Hälfte der Krafthalle, die etwa die Grösse einer Turnhalle hat. Trotz der immensen Grösse des Raumes schafften es die Jungs, dass die Luft darin richtig stickig wurde und sich die Fenster beschlugen.

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