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Schlafmangel­ in Perth

Wie ein schnarchender Zimmernachbar den Kanuten Fabio Wyss knapp um den Sieg brachte.

In der ersten Märzwoche fanden in ­Perth an fünf Tagen die australischen Meisterschaften statt. Perth liegt ganz im Westen des Landes – fast 4000 km von meinem Trainingsstandort Sydney entfernt. Neben einem langen Flug brachte die Reise auch eine dreistündige Zeitumstellung mit sich. Unsere Kajaks mussten wir zudem zwei Wochen vorher mit einem Container verschicken. Kein Vergleich zu den Schweizer Meisterschaften, die meistens auf dem Zürich­see oder höchstens eine Autostunde entfernt aus­getragen werden.

Neben einer leichten Erkältung in der Vorbereitung auf meinen letzten Wettkampf im Land der Kängurus erhielt ich noch eine Hiobsbotschaft. Der australische Verband erlaubte mir keinen Start über die olympischen 1000 m. Weil der Wettkampf ein Qualifikationsrennen für das Olympiateam war, wollten die Aussies keine Ausländer am Start haben. Dies war natürlich ein Dämpfer für mich, wollte ich doch nach dem 4. Rang im letzten Rennen in Adelaide unbedingt einen Podestplatz ergattern. Mein australischer Trainer Tim wollte diesen Entscheid noch anfechten, konnte aber den Verband nicht mehr umstimmen. Er meinte aufmunternd, dass meine Leistung in Adelaide einfach zu gut gewesen sei und sie Angst bekommen hätten – ein schönes Kompliment für mich.

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