Die Auswanderer

Wer Nudeln will, muss durch den Urwald

Wie Auswanderer in Kambodscha den 1. August feiern.

Seit unserem Sri Lanka-Urlaub sind auch schon wieder einige Wochen vorbei. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Den 1. August feierten wir im Swissgarden mit ein paar Schweizer Freunden und einem richtigen Käsefondue. Mit dabei war auch meine Tochter Désirée, die zum ersten mal den Weg zu uns nach Kambodscha fand.

Am 1. August gibt es natürlich auch in Kambodscha das obligate Käsefondue.

Mit ihr machte ich auch gleich eine kleine Rundreise: Von Bangkok zu den Tempelanlagen von Sieam Reap und nach Phnom Penh. Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir weiter ans Meer nach Sihanoukville.

Mit dem Zug von Singapur nach Kambodscha

Da auch mein Sohn und seine Freundin in Singapur waren, ergriff ich die Möglichkeit, die beiden zu treffen und meinen Geburtstag im Zug von Singapur nach Kuala Lumpur zu feiern. Als ehemalige SBB-Angestellte war das ein Erlebnis für sich: Die ganze Reise fuhr ich in der ersten Klasse und bezahlte gerade einmal 50 Dollar für 8 Stunden Zugfahrt. Zum Abschluss gab es noch ein feines Nachtessen und bald gings wieder zurück nach Hause, diesmal aber mit dem Flieger.

Luxus pur: Acht Stunden lang in der ersten Klasse nach Kuala Lumpur fahren.

Kaum war dieses Highlight vorüber, stand schon ein anderes vor der Tür. Am 20. September waren sie da: Alle Kinder und Begleiter vom Waisenhaus aus Phnom Penh, die wie jedes Jahr dank den Spenden aus der Schweiz wieder einige Tage am Meer bei uns sein konnten. Da das Wetter mitspielte, konnten wir einen Tagesausflug auf die Insel Koh Ta Kiev machen.

Wer Essen will, läuft durch den Urwald

Los ging es um 9 Uhr mit dem Bus zum Ream Nationalpark und von dort mit einem gemieteten Boot zur Insel. Die Idee war ja, beim Restaurant, das an der Anlegestelle am Meer liegt, gleich mal Mittagessen für 30 Personen zu bestellen. Was eigentlich kein Problem ist. Nur hatten die ausgerechnet an diesem Tag geschlossen …

Also überlegten wir kurz und kreierten einen Plan B. In der Nähe gab es eine Bungalowanlage mit Restaurant und nach einem 15 minütigem Fussmarsch dem Strand entlang – und die letzten 300 Meter durch den Urwald – konnten wir dann auch gebratene Nudeln mit Gemüse zum mitnehmen bestellen. In Kambodscha wird ja sowieso alles in Styroporbehälter eingepackt, also war es kein Problem, das Essen zu den Kindern zu transportieren.

Zuerst grau, dann blau: Nach dem Gewitter sprangen die Kinder ins Meer.

Schon beim Hinweg hatten wir eine schwarze Wolke gesehen, die immer grösser wurde, und genau als wir zurück liefen, entlud sie sich in einem kurzen aber heftigen Tropenregen. Das Einzige, was im Regen trocken blieb, war das in Styropor eingepackte Mittagessen. Doch das schelchte Wetter war nicht von Dauer. Bereits am Nachmittag hörte es wieder auf zu regnen und die Sonne kam zurück, sodass man sich gar nicht vorstellen konnte, dass es kurz zuvor noch heftig geregnet hatte. Die Kinder konnten denn auch das Meer geniessen, bevor wir zum Abendessen wieder zurück gingen in den Swissgarden.

Somnang weiss sich zu benehmen

In den letzten sechs Wochen hatte es auch unser Hund Somnang richtig streng. Er durfte eine Grundausbildung bei der K9 Cambodia Elite Hundeschule machen. Dieses Training wird von Mike geleitet, der die letzten 15 Jahre in der US-Army Hunde trainiert hat. Während dem Training bleibt der Hund die ganze Zeit dort und arbeitet bis zu vier Stunden am Tag. Nun gehorcht Somnang zwar ufs Wort, aber nur, wenn Monika oder ich den Befehl geben.

Erstellt: 27.03.2015, 14:15 Uhr

Von Weisslingen nach Kambodscha

Als Paar sind wir, Monika (45) und Peter (51), schon einige Jahre zusammen. Der Gedanke, auszuwandern, schlummert in vielen von uns. Jedoch setzen die Wenigsten die Idee in die Tat um. Wir haben es gewagt und im Herbst 2011 die Schweiz verlassen.

Was braucht es, um auszuwandern? Zuerst einmal eine Grundlage, um im Ausland zu leben. Bei uns war es ein Zufallstreffer in Form eines kleinen Guest House in Sihanoukville, Kambodscha. Nachdem wir im Januar 2010 einige Tage dort verbracht hatten und mit einigen Leuten vor Ort ins Gespräch gekommen waren, haben wir uns entschlossen, auf dem 1. November 2011 das Guest House, das einen neuen Pächter suchte, zu übernehmen.

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