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Kunst in WädenswilBilder eines vergessenen Künstlers werden ausgestellt

Bruno Heller (1925–2014) war ein Wädenswiler Künstler, der bis in seine letzten Jahre tatkräftig Werke schuf. Viele Bilder blieben der Öffentlichkeit bislang verborgen – nun gibt es eine Ausstellung.

Bruno Heller im Jahr 2006 in seinem Atelier.
Bruno Heller im Jahr 2006 in seinem Atelier.
Foto: PD

Die Tochter des verstorbenen Wädenswiler Künstlers Bruno Heller (1925–2014) hat eine Werkschau in der Kulturgarage Wädenswil organisiert, in welcher über 55 Bilder vom aussergewöhnlichen Werk Hellers gezeigt werden. Zahlreiche Bilder sind noch nie ausgestellt worden.

Vor knapp einem Jahr konnte die Monografie «Clair-Obscur – Das Werk von Bruno Heller» mit einer Buchvernissage im vollen Veranstaltungssaal des Kirchgemeindehauses Wädenswil gefeiert werden.

Fotokopierer als Utensil

In einer Mitteilung der Organisatorin steht: «Bruno Heller war kein Künstler, der durch Ausstellungen, Messeteilnahmen oder publizistische Präsenz Aufmerksamkeit und Beifall suchte. Künstler sein war für ihn innere Berufung.» So habe er auch nur wenige Male ausgestellt.

Der Durchbruch zur völlig neuen Bildsprache sei bei Heller erst erfolgt, als er weit über fünfzig Jahre alt war und mit dem Fotokopierer auf vielfältige Art experimentierte und mehrere Phasen ungeahnter Produktivität folgten. Die verschiedensten Materialien, wie zum Beispiel Zeitungsfotos, Staniolpapier, Fotokarten, Stoffresten, Plastiktüten und sogar Wäscheklammern habe er auf die Kopierscheibe gelegt, sie beim Kopiervorgang bewegt oder mit dem Deckel auf und ab gewedelt, um so verschiedenste Lichteffekte zu erzeugen.

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So schuf er Collagen mit Architekturillusionen, apokalyptisch-fantastischen Landschaften oder gespenstische Bühnenbildvisionen. Seit dieser Zeit bezeichnete sich Heller nicht mehr als Kunstmaler, sondern als Bildermacher.

Vernissage am Freitag, 11. September, 19 Uhr, Kulturgarage, Florhofstrasse 15, in Wädenswil. Die Ausstellung dauert bis am 20. September. Samstag und Sonntag: 11 bis 17 Uhr, Montag bis Freitag: 14 bis 17.30 Uhr. Auf die Schutzmassnahmen wird geachtet. Contact-Tracing, Masken und Desinfektionsmittel sind vorhanden.

red