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Interview über Zeitvorsorge«Bei uns wird Zeit als etwas Wertvolles anerkannt»

Ronald Kling ist Präsident und Gründer der Genossenschaft Kiss Stäfa. Die Organisation koordiniert Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschriften.

Ronald Kling, Präsident und Gründer der Genossenschaft Kiss Stäfa.
Ronald Kling, Präsident und Gründer der Genossenschaft Kiss Stäfa.
Foto: PD

Die Idee von Kiss ist simpel: Wer Betreuungsaufgaben übernimmt, kann diese Leistung auf dem Zeitkonto sammeln und dafür später Dienstleistungen beziehen. Zurzeit bestehen unter dem Dach der Fondation Kiss schweizweit 16 Genossenschaften oder Vereine, die nach dem Prinzip der Zeitvorsorge Betreuungsaufgaben koordinieren. Insgesamt haben sie rund 3000 Mitglieder. 2019 wurden über alle Kiss-Organisationen gesehen rund 45’000 Stunden an Freiwilligenarbeit erbracht. Seit Juni dieses Jahres existiert auch in Stäfa eine Genossenschaft.

In Stäfa gibt es bereits Angebote für Nachbarschaftshilfe. Weshalb braucht es auch noch die Genossenschaft Kiss?

Wir setzen mit unserem Modell der Zeitvorsorge auf einen neuen Aspekt und hoffen, damit ganz verschiedene Zielgruppen ansprechen zu können. Gerade in einer Zeit, in der die Zukunft unserer Vorsorgeinstitutionen ungewiss ist, wollen wir ein zusätzliches Vorsorgeangebot schaffen. Die Zeitvorsorge ist gerade deshalb interessant, weil Freiwilligenarbeit auf diese Art und Weise eine zusätzliche Anerkennung erhält.

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