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Sensationsfund in Baden AGBauarbeiter entdecken römisches Badebecken

Bei Bauarbeiten am Badener Kurplatz ist ein Bad aus römischer Zeit entdeckt worden. Eine Archäologin spricht von einem spektakulären Fund.

Beim ehemaligen Hotel Verenahof in Baden AG wurde bei Bauarbeiten ein römisches Badebecken entdeckt. (Archivbild)
Beim ehemaligen Hotel Verenahof in Baden AG wurde bei Bauarbeiten ein römisches Badebecken entdeckt. (Archivbild)
tamedia
Das Becken dürfte bis ins Mittelalter Teil des legendären Badener Verenabades gewesen sein. (Archivbild)
Das Becken dürfte bis ins Mittelalter Teil des legendären Badener Verenabades gewesen sein. (Archivbild)
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Das Becken dürfte nach Einschätzung einer Archäologin der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts oder allenfalls aus dem frühen 2. Jahrhundert stammen. (Symbolbild)
Das Becken dürfte nach Einschätzung einer Archäologin der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts oder allenfalls aus dem frühen 2. Jahrhundert stammen. (Symbolbild)
KEYSTONE
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Am Kurplatz in Baden AG wird gebaut. Bei diesen Arbeiten ist ein spektakuläres Badebecken aus römischer Zeit entdeckt worden. Das Becken dürfte laut Informationen der «Aargauer Zeitung» bis ins Mittelalter Teil des legendären Badener Verenabades gewesen sein.

In diesem Bad konnten Besucher bis ins 19. Jahrhundert unter freiem Himmel baden. Offenbar sei das Bad im Laufe der Zeit einmal verkleinert worden, zitiert die «Aargauer Zeitung» die Archäologin und Bäder-Expertin Andrea Schaer.

«Das römische Bad zusammen mit der Quellfassung ist ein spektakulärer Fund», sagte Schaer. Das Becken dürfte nach ihrer Einschätzung aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts oder allenfalls aus dem frühen 2. Jahrhundert stammen.

Die Frage, ob in Baden auch zwischen Römerzeit und Mittelalter ein Badebetrieb bestanden habe, sei bis heute nicht definitiv geklärt. Die Indizien mehren sich laut Schaer jedoch, dass hier seit 2000 Jahren durchgehend gebadet wurde.

«Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir das hier finden», sagte Schaer. Zu Bauverzögerungen komme es deswegen nicht, da die Arbeiten am Kurplatz noch kurzfristige Umstellungen erlaubten. Schaer schätzt die Wasserfläche des langen, rechteckigen Bassins – also des ursprünglichen Verenabades – auf rund 6 mal 14 Meter.

SDA

3 Kommentare
    Thomas Luchsinger

    "Corona ist medizinisch Geschichte", und jetzt finden wir endlich auch zurück zu "anderer Geschichte". SDA und der tagi liessen sich Zeit, "Einstein" (SRF) war da schneller. Der Beitrag vom "16.04.2020" in der Mediathek ist abrufbar. Für Interessierte an unserer Kultur und Geschichte sehr empfehlenswert.

    Auszug aus Begleittext: «Das Geheimnis der Bäderstadt Baden – 2000 Jahre Lust und Leiden. Es ist ein europäisch einzigartiger Schatz, der bei den Bauarbeiten zum Botta-Bad in Baden zum Vorschein kommt. Die Überreste der bis 2000 Jahre alten Bäder erzählen verrückte Geschichten. Von Priestern, die sich an Jungfrauen ergötzten, vom Facebook des 19. Jahrhunderts oder von Elektrobädern. 2000 Jahre Wellnessgeschichte, von den Römern bis zu Mario Botta. Es ist ein europäisch einzigartiger Schatz, der in diesen Monaten bei den Bauarbeiten zum Botta-Bad in Baden zum Vorschein kommt. Die Überreste der Thermalbäder von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit erzählen die verrücktesten Geschichten aus dem damaligen Leben. Einstein» hat während Monaten die Ausgrabungen in Baden begleitet und zusammen mit der Archäologin und Badeforscherin Andrea Schaer unerwartete Entdeckungen gemacht.»

    "Corona ist medizinisch Geschichte" und ich beginne nun langsam wieder, meine Kommentare "mit freundlichen Grüssen" abzuschliessen. Präventiv weiterhin allen Leser/innen :-) :-) eine gute Gesundheit wünscht lu