Zum Hauptinhalt springen

Warnsignal missachtetAutofahrer kollidiert im Zollikerberg mit Forchbahn

Am späten Mittwochnachmittag kam es bei der Forchbahnhaltestelle Zollikerberg zu einem Unfall mit erheblichem Sachschaden.

An der Kreuzung Forchstrasse/Binzstrasse bei der Haltestelle Zollikerberg kam es am Mittwoch zu einem Zusammenstoss eines Personenwagens mit der Forchbahn.
An der Kreuzung Forchstrasse/Binzstrasse bei der Haltestelle Zollikerberg kam es am Mittwoch zu einem Zusammenstoss eines Personenwagens mit der Forchbahn.
Foto: Fabienne Sennhauser

Autolenker und ÖV-Nutzer brauchten im Raum Zollikerberg am frühen Mittwochabend Geduld. Der Grund: Kurz nach 16 Uhr stiess ein Personenwagen beim Forchbahnübergang Zollikerberg mit einem aus Richtung Forch herannahenden Schnellzug zusammen.

Die Kreuzung blieb in der Folge rund eine Dreiviertelstunde gesperrt, wie Hanspeter Friedli, Geschäftsführer der Forchbahn AG, bestätigt. Der Verkehr der Forchbahn musste zwischen den Haltestellen Spital Zollikerberg und Waltikon unterbrochen werden. Zur Verkehrsregelung und Räumung der Unfallstelle wurde die Feuerwehr Zollikon aufgeboten.

Signalanlage in Betrieb

«Wir hatten Glück im Unglück, dass niemand verletzt wurde», sagt Friedli. Der Sachschaden sei indes erheblich. Die Kupplung der betroffenen Forchbahn etwa sei komplett defekt. Friedli rechnet mit mindestens 20’000 Franken Reparaturkosten.

Doch wie konnte es zum Unfall kommen? Gemäss Friedli wollte der PW-Fahrer von der Forchstrasse in Richtung Binz abbiegen. Dabei hat er wohl das Rotlicht sowie den leuchtenden Schriftzug «Bahn» missachtet.

Zumindest Letzterer war zum Zeitpunkt der Kollision definitiv eingeschaltet, wie Friedli bestätigt. «Die Forchbahn kann die Daten der Verkehrsregelung – zumindest der Warnanlage – auslesen. Es deutet nichts auf eine Störung der Signalanlage hin.»

Rechtliche Folgen

Die Kreuzung Forchstrasse/Binzstrasse ist eine von lediglich dreien auf der Forchbahnlinie, die über keine Bahnschranken verfügt. Die Forchbahn AG plant auch diese Übergänge künftig mit Barrieren auszurüsten. Doch Einsprachen blockieren die Projekte noch immer.

Für den Fahrzeuglenker hat die Kollision vom Mittwoch neben dem Schock wohl auch rechtliche Konsequenzen. Erst kürzlich hat die Staatsanwaltschaft See/Oberland einen 61-Jährigen wegen fahrlässiger Störung des Eisenbahnverkehrs verurteilt. Dieser geriet letzten Herbst am Dorfausgang Forch zwischen die Bahnschranken. Eine Kollision konnte damals verhindert werden.

1 Kommentar
    Peter Haller

    Es braucht keine Forchbahn mehr. Die Strecke kann von einem regelmässig fahrenden Busbetrieb bedient werden. So, wie es früher die Nachtbusse gefahren sind. Die Forchbahn ist veraltet, überfüllt, unhygienisch und gefährlich. Es passieren schliesslich nicht nur Unfälle wegen den Autofahrern. Der Unterhalt würde sowieso günstiger, wenn es den Schienenverkehr nicht mehr gäbe. Ein Postulat / Vorstoss würde Vergleichszahlen zum Busbetrieb liefern.