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Vulkanausbruch auf Bali: 100 Busse stehen für Touristen bereit

Seit einer Woche gilt um den Agung die höchste Alarmstufe. Rund um den Vulkan haben 120'000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Versuchen mit einer Zeremonie den Vulkan zu beruhigen: Hindus auf Bali beten. (26. November 2017)
Versuchen mit einer Zeremonie den Vulkan zu beruhigen: Hindus auf Bali beten. (26. November 2017)
Sonny Tumbelaka, AFP
Zweithöchste Alarmstufe: Der Mount Agung bleibt aktiv. (26. November 2017)
Zweithöchste Alarmstufe: Der Mount Agung bleibt aktiv. (26. November 2017)
Firdia Lisnawati, Keystone
Rettungskräfte helfen Bewohnern eines Dorfes, die evakuiert werden. (22. September 2017)
Rettungskräfte helfen Bewohnern eines Dorfes, die evakuiert werden. (22. September 2017)
Firdia Lisnawati, AFP
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Die Furcht vor einem Vulkanausbruch auf Bali hat mittlerweile mehr als 120'000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Zahl der Anwohner, die die Gegend um den Agung verlassen hätten, liege bei 122'500, sagte ein Beamter des indonesischen Zivilschutzes am Donnerstag. Seit knapp einer Woche gilt um den 3031 Meter hohen Vulkan die höchste Alarmstufe. Ein Gebiet im Umkreis von zwölf Kilometern ist gesperrt. Weil der Vulkan aber vernehmlich rumort, fliehen auch Menschen aus weiter entfernten Regionen.

Der Agung war zuletzt im Jahr 1963 ausgebrochen. Damals kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass ein erneuter Ausbruch unmittelbar bevorsteht – zuletzt hatten die seismischen Erschütterungen stark zugenommen.

Flüge sollen umgeleitet werden

Die indonesische Regierung hat Vorkehrungen für die Umleitung von Flügen getroffen. Wie Verkehrsminister Budi Karya Sumadi am Mittwoch mitteilte, sollen Flugzeuge im Falle des Ausbruchs von Vulkan Agung zu zehn Flughäfen im Land umgeleitet werden oder wieder zu ihrem Abflugort zurückkehren.

Auch das Auswärtige Amt wies auf seiner Internetseite darauf hin, dass es im Falle des Ausbruchs des Vulkans zu Behinderungen im Flugverkehr und zur Schliessung des Flughafens von Denpasar, der Hauptstadt von Bali, kommen könne. Bislang gebe es aber ausserhalb der Sperrzone, die in einem Umkreis von bis zu zwölf Kilometern um den Berg eingerichtet wurde, keine Beeinträchtigungen.

Günstige Hotel-Angebote

Der Agung liegt nur rund 75 Kilometer von den bei Urlaubern beliebten Zielen Kuta und Seminyak entfernt. Fluggesellschaften beobachteten die Lage, zudem stehen 100 Busse bereit, um Touristen in Sicherheit bringen zu können.

Der deutsche Urlauber Christoph Lange sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe bereits gespürt, wie die Erde bebte. Er fühle sich aber «ziemlich sicher», fügte der 30-Jährige hinzu. Und sein Hotel habe ihm wegen des abnehmenden Besucherandrangs ein Zimmer mit Meerblick zur Verfügung gestellt – ohne Aufpreis.

(dapd/afp)

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