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Von Boko Haram befreite Mädchen in Nigeria nicht aus Chibok

Unter den fast 300 aus Dschihadistengewalt befreiten Mädchen und Frauen in Nigeria sind Behördenangaben zufolge keine der seit langem gesuchten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Die ehemaligen Geiseln stammten aus dem Dorf Bumsiri im nordöstlichen Bundesstaat Damboa.

Sie würden schon sehr bald mit ihren Familien vereint werden, sagte der Sprecher der Regionalverwaltung, Mohammed Bulama, am Mittwoch vor Journalisten. Die nigerianische Armee hatte die Mädchen aus Lager der radikal-islamischen Terrororganisation Boko Haram im dichten Sambisa-Wald befreit. Zunächst war unklar, ob sich auch Schülerinnen aus Chibok unter ihnen befanden. Die Terrorgruppe hatte dort im April vergangenen Jahres über 200 überwiegend christliche Mädchen aus ihren Schlafsälen verschleppt. Die Entführung hatte für weltweites Entsetzen gesorgt. Auch gab es Aktionen über soziale Netzwerke, an denen sich viele Prominente beteiligt hatten, darunter die US-First-Lady Michelle Obama. Trotz intensiver Suche fehlt von den Mädchen weiter jede Spur. Drei Lager zerstört Kurz nach der Befreiung der fast 300 Mädchen und Frauen hatte Militärsprecher Chris Olukolade am Dienstagabend erklärt, er könne nur bestätigen, dass sich die Geiseln in verschiedenen Camps der islamistischen Extremisten im dichten Sambisa-Wald befunden hätten. Die Streitkräfte hätten drei Lager der Islamisten zerstört, berichteten nigerianische Medien. Die Herkunft der Befreiten war zunächst nicht klar, auch wenn Armeesprecher Oberst Sani Usman bereits erklärte hatte, es handle sich nicht um die von Boko Haram entführten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Die Zeitung "This Day" zitierte in ihrer Online-Ausgabe vom Mittwoch eine Quelle mit der Aussage, dass die Mädchen bei ihrer Befreiung schwach gewesen seien. Die Boko Haram entführt junge Mädchen, um sie zum Übertritt zum Islam zu zwingen, sie zwangsweise zu verheiraten oder sie als Sklavinnen zu halten. Die Gruppe will im Norden des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas einen sogenannten Gottesstaat aufbauen. In den vergangen Jahren waren bei Anschlägen der Gruppe Tausende Menschen ums Leben gekommen. Seit Monaten unterstützen auch Truppen aus den Nachbarländern wie Kamerun und dem Tschad die Streitkräfte bei ihrem Kampf gegen die Fundamentalisten.

SDA

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