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Vier israelische Siedler im Westjordanland beschossen

Durch Schüsse auf ihr Fahrzeug sind im palästinensischen Westjordanland südlich von Nablus ein Israeli getötet und drei weitere verletzt worden. Die etwa 20 Jahre alten Siedler wurden an einer Kreuzung nahe der jüdischen Siedlung Schvut Rachel beschossen.

Der Angriff ereignete sich am Montagabend, wie die Armee mitteilte. Am Dienstag wurden im besetzten Westjordanland zahlreiche Strassenkontrollen der israelischen Streitkräfte eingerichtet. Das in der Nähe der Tatorts gelegene Palästinenserdorf Karjut sei durchsucht worden, berichteten Anwohner. Als Reaktion auf die Häufung von Angriffen in den vergangenen Wochen beschränkte die israelische Armee nach eigenen Angaben am Dienstag den Zugang zum Tempelberg (Haram al-Scharif). Armeesprecher Peter Lerner erklärte, es sei noch nicht klar, ob die Schüsse aus einem Hinterhalt oder aus einem fahrenden Fahrzeug heraus abgegeben wurden. Ein Vertreter der Siedler rief die israelische Regierung auf, "die Armee zu bevollmächtigen, ohne Gnade gegen diese Wilden vorzugehen, die Zivilisten als Ziele auswählen". Zuvor ähnliche Angriffe Es war der fünfte ähnlich gelagerte Angriff innerhalb von zehn Tagen. Am Montagmorgen hatte eine Palästinenserin am Grenzübergang zwischen Jerusalem und Bethlehem auf eine Polizistin eingestochen und sie am Hals verletzt. Am Freitag feuerte ein Palästinenser im nördlichen Jordantal an einem Strassenkontrollposten auf Soldaten und wurde danach erschossen. Am 21. Juni stach ein junger Palästinenser nahe der Jerusalemer Altstadtmauer auf einen Polizisten ein, der sich mit Schüssen wehrte; beide erlitten schwerste Verletzungen. Zwei Tage zuvor war am ersten Tag des Fastenmonats Ramadan ein Wanderer aus Israel im Westjordanland von einem Unbekannten erschossen worden. Israel hob daraufhin Reiseerleichterungen auf, die zum Ramadan für die Bewohner der besetzten Palästinensergebiete angekündigt worden waren.

SDA

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