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Vertraute Berlusconis müssen in Ruby-Affäre erneut vor Gericht

Die Affäre um die marokkanische Tänzerin Ruby ist noch immer nicht ausgestanden: Der italienische Kassationsgerichtshof annullierte ein Urteil gegen drei Vertraute von Ex-Regierungschefs Silvio Berlusconi, die sich nun erneut vor Gericht verantworten müssen.

TV-Moderator Emilio Fede muss wegen der Ruby-Affäre wieder vor Gericht (Archiv)
TV-Moderator Emilio Fede muss wegen der Ruby-Affäre wieder vor Gericht (Archiv)
Keystone

Der TV-Moderator Emilio Fede, das frühere Showgirl und Regionalpolitikerin Nicole Minetti, eine ehemalige Beraterin Berlusconis, und der im Showbusiness aktive Manager Lele Mora waren im Juli 2013 wegen Förderung von Prostitution zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Bei einem Berufungsverfahren im Jahr darauf wurden die siebenjährigen Haftstrafen für Mora und Fede auf sechs Jahren und einen Monat beziehungsweise vier Jahre und zehn Monate Haft reduziert. Minetti bekam statt fünf Jahren drei Jahre Gefängnis. Verteidigung und Staatsanwaltschaft legten abermals Berufung ein. Die Beschuldigten sollen für die sogenannten "Bunga-Bunga"-Partys in Berlusconis Anwesen junge Prostituierte engagiert haben. Die Staatsanwaltschaft forderte höhere Strafen und argumentierte, die Beschuldigten hätten gewusst, dass die Tänzerin Karima al-Mahrough alias Ruby Rubacuore damals noch minderjährig war. Für Berlusconi noch nicht ausgestanden Der Kassationsgerichtshof wies nun am späten Dienstagabend die Argumente der Staatsanwaltschaft zurück, berücksichtigte aber jene der Verteidigung. Berlusconi selbst war im Prozess um Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauch rund um die Ruby-Affäre im März endgültig freigesprochen worden. Es könnte aber sein, dass er sich noch wegen des Vorwurfs, an mehrere junge Frauen Schweigegeld in Millionenhöhe gezahlt zu haben, verantworten muss. Auch Ruby soll von ihm Geld, Geschenke und andere Zuwendungen erhalten haben.

SDA

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