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US-Moderatorin bricht in Tränen aus

Als Rachel Maddow eine Meldung über von ihren Familien getrennte Babys vorlesen soll, stockt ihr der Atem – sie bricht die Sendung ab.

Emotionaler Aussetzer: Rachel Maddow ist von einer Meldung über von ihren Eltern getrennte Babys schockiert. (Video: Tamedia/MSNBC/ProPublica)

Die bekannte US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow ist in ihrer täglichen Live-Sendung in Tränen ausgebrochen, als sie eine Meldung über die Trennung von Familien an der US-Grenze verlesen wollte. «Die Trump-Regierung hat Babys und kleine Kinder...», begann sie, konnte den Satz aber nicht beenden und brach in Tränen aus.

«Könntet ihr eine Grafik einblenden?», fragte die MSNBC-Moderatorin die Regie, allerdings war keine vorhanden. «Ich glaube, ich muss das abgeben», fuhr die als nervenstark bekannte Maddow fort und reichte einer Kollegin das Papier mit der Meldung. «Tut mir leid, das war's für uns heute Abend. Wir sehen uns morgen.»

Auf Twitter entschuldigte sich die 45-Jährige kurz darauf: «Ugh, es tut mir leid. Es ist mein Job, im Fernsehen sprechen zu können.» Sie habe plötzlich nichts mehr sagen und tun können.

Die komplette Meldung verschickte sie dann über den Kurznachrichtendienst und fügte hinzu: «Nochmals entschuldige ich mich dafür, den Faden verloren zu haben.» Von ihren Followern wurde Maddow gefeiert.

Tonaufnahme weinender Kinder

Grosse Teile der US-Öffentlichkeit sind durch die menschlichen Dramen, die sich an der Grenze abspielen, aufgerüttelt. Bilder von verschreckten Kindern bei der Trennung von den Eltern zirkulieren in den Onlinenetzwerken und werden von US-Medien gezeigt.

Die Plattform «ProPublica» veröffentlichte zudem eine Tonaufnahme heftig weinender Kinder von Einwanderern. «Mami! Ich will mit Papa mitgehen», ist ein kleines Mädchen zu hören. Es weint so heftig, dass es kaum Luft holen kann. Ein anderes Mädchen schluchzt: «Ich will nicht von meinem Papa getrennt werden.»

Trump sendet in der Debatte unterschiedliche Signale aus. Einerseits sagt er, dass er die Familientrennungen nicht wolle, aber durch die Gesetzeslage dazu verpflichtet sei – doch gibt es kein Gesetz, das die Familientrennungen vorschreibt. Andererseits verteidigt der Präsident seine harte Linie. Dazu führt er auch Deutschland als warnendes Beispiel an - die Kriminalität sei dort infolge der Zuwanderung gestiegen, behauptet er.

sda/afp/ij

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